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Mexikanischer Peso an wichtiger Wegmarke

Kakteen. © Hiroya Minakuchi / Minden Pictures / picture alliance
Mexiko ist ein Profiteur der rückläufigen Globalisierung. Vor allem US-Unternehmen sehen im südlichen Nachbarland eine gute Alternative zur Produktion in Südostasien. Wie Anleger davon profitieren, sagt Ihnen FUCHS-Devisen.

Der Mexikanische Peso setzt seinen Aufwertungstrend fort. Daran kann auch der wieder etwas festere Greenback nichts ändern. Der Peso notiert nun bereits über dem Level vor der Corona-Krise bei 18,40 USD|MXN. Hier liegen nun langjährige charttechnische Widerstände. Gegenüber dem Euro bremst ein kurzfristiger Widerstand bei 19,20 EUR|MXN. Allerdings stehen die Chancen gut, dass diese Hürde überwunden.

Lieferketten im Umbruch

Mexikos Wirtschaft profitiert von der global einsetzenden Neuorientierung der Lieferketten. Die Abkehr von traditionellen Produktionsstandorten in Asien (voran China, aber auch Russland) schafft neue Perspektiven. Der IWF hob jüngst seine Wachstumsprognosen für dieses Jahr von 1,2% auf 1,7% an. Das „Nearshoring“ (Ansiedlung von Produktionsstätten im nahegelegenen Ausland, konkret US-Unternehmen in Mexiko) hat auch bereits in der mexikanischen Arbeitslosigkeit seine Spuren hinterlassen. Im Dezember lag diese nur noch bei 2,8% und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,5% und unter den Erwartungen. Diese Entwicklung beflügelt die Devise.

Attraktive Peso-Anleihen 

Um von der Aufwertung des Peso zu profitieren, steht Investoren eine breite Palette zur Verfügung. Eine von Moodys mit Baa2 geratete Staatsanleihe (A0LMZE) mit einer Laufzeit bis 03. Juni 2027 notiert bei einem Kurs von 95% mit 8,9% Rendite p.a. Mit einer ähnlichen Laufzeit bis 08. Juni 2027 offeriert die Nordrhein-Westfalen (WKN NRW10Q) bei einem Kurs von 97% eine Rendite von 8,3% mit einem Aa1-Rating. 

Anlagechancen am mexikanischen Aktienmarkt

Aktienanleger investieren in den Telekom-Marktführer America Movil (WKN 627186). Bei einem für 2024 geschätzten KGV von knapp 11 stellt das Unternehmen eine Dividende in Höhe von 3,8% in Aussicht. Gut 36% seiner Umsätze erwirtschaftet das eigentümergeführte Unternehmen in Mexiko, darüber hinaus auch in Brasilien, Europa, Kolumbien und weiteren lateinamerikanischen Ländern. 

Ein Profiteur des boomenden Konsum ist Wal-Mart de Mexico (WKN A14PRL). Der zu mehr als 70% zu Walmart gehörende Einzelhandelsriese erwirtschaftet knapp 83% seiner Umsätze in Mexiko, den Rest in Zentralamerika. Bei einem KGV für 2024 von 20 werden 3,3% Dividendenrendite avisiert.

Diversifiziert mit ETFs

Für den diversifizierten Ansatz bietet Xtrackers einen ETF (WKN DBX0ES) auf den MSCI Mexiko. Der thesaurierende und physisch replizierte Fonds deckt mexikanische Unternehmen mit einer großen und mittleren Marktkapitalisierung ab und weist eine Gesamtkostenquote von jährlich 0,65% auf. Wer Ausschüttungen favorisiert, wird beim HSBC ETF (WKN A1H8BM) fündig. Die Ausschüttungen finden halbjährlich statt und liegen bei gut 2,8% p.a. bei laufenden Kosten von 0,5% p.a. Die beiden ETFs sehen eine Allokation unter anderem von gut 35% in Basiskonsum, knapp 20% in Kommunikation und 17% in Finanzen vor.

Fazit: Mexiko bietet Anlegern aussichtsreiche Perspektiven bei einem ansprechenden Chancen-Risiko-Verhältnis. Dabei gibt es viele Investitionsmöglichkeiten, um vom steigenden Peso zu profitieren.
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