Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1381
Indische Rupie bekommt eine neue Perspektive

Nachlassendes Abwärtsmomentum

Indische Banknote mit Portrait von Mahatma Gandhi. © caifas / stock.adobe.com
Das hohe Bildungsniveau und die Sprachaffinität der Inder beflügeln seit Jahren den Servicesektor. Das relativ hohe Wachstum dürfte sich aufgrund des noch nach wie vor niedrigen Pro-Kopf-Einkommens mittelfristig fortsetzen und auch für Kursgewinne in der Rupie sorgen.

Bei der indischen Rupie zeichnet sich ein nachlassendes Abwärtsmomentum ab. Gegenüber dem Euro ist die Rupie nicht mehr unter das jüngste Tief bei knapp 90 EUR|INR gefallen. Die Chart-Formation erinnert an eine kurzfristige Bodenbildung, welche das Währungspaar wieder zurück zum Ausbruchspunkt aus dem vorherigen Trendkanal bei 81 EUR|INR führen könnte.

Die Chance für eine Stabilisierung der Rupie stehen gut. Denn das Wirtschaftswachstum in dem Vielvölkerstaat wird in diesem Jahr eine Rate von +6% erreichen. Der dominante Servicesektor ist weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt, nehmen doch viele internationale Unternehmen immer öfter Dienstleistungen aus Indien in Anspruch.

Inflation kühlt sich ab

Seit vergangenem Jahr nimmt der Preisdruck tendenziell ab. Die Inflation legte im Februar nur noch um 6,44% zu und lag unter dem Vormonatswert von 6,52%. Zwar bewegt sich die Teuerung noch immer über dem Zielband der Notenbank von 2 bis 6%. Allerdings dürfte sich aufgrund der gestiegenen Zinsen der private Konsum weiter abschwächen und damit die Währungshüter über Senkungen beim Leitzins nachdenken. Der liegt mittlerweile bei 6,5%.

Vor dem Hintergrund des Wirtschaftswachstums und der sich abkühlenden Konjunktur bieten sich für Anleger einige Renditemöglichkeiten. Die gute Konjunktur bei abflachender Inflation dürfte mittelfristig zu einer anziehenden Rupie führen. Daher halten wir einige Anleihen für lukrativ. 

Anleihen mit satten Renditen

Coupon-Liebhaber finden problemlos Anleihen verschiedener Förderbanken mit einem Tripple-A-Rating. Die Asian Development Bank (WKN A28T0C) offeriert eine Anleihe mit einer Laufzeit bis 25. Februar 2030. Das Papier weist eine Rendite von 7,2% aus. Von der International Bank for Reconstruction and Development (WKN A1VWRK) haben iwr eine Anleihe entdeckt, (Restlaufzeit bis 11. Oktober 2024), die mit 8,1% rentiert. 

Wer auf indische Aktien setzen will, findet eine diversifizierte Anlagemöglichkeit im ETF von Franklin Templeton (WKN A2PB5W). Der ETF repliziert den FTSE India vollständig (TER 0,19% p.a.) und thesauriert seine Erträge. Das größte Unternehmen wird auf maximal 30% Gewichtung begrenzt. Allle anderen Indexmitglieder auf maximal 18%. Finanzwesen (20%), IT (15%) und Energie (12%) stellen die größten Sektoren dar. Der dominante Wert im ETF und auch an der indischen Börse ist die Aktie von Reliance Industries, die auch über ein GDR (WKN 884241) in Deutschland handelbar ist. Das Unternehmen ist vor allem im Öl-, Gas und Raffineriegeschäft tätig.

Fazit: Die Chancen für Währungs- und Kursgewinne in Indien stehen gut. Auch wenn der Aktienmarkt relativ anspruchsvoll bewertet ist, bietet Indien attraktive Wachstumsaussichten.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Partners VermögensManagement AG

Vorschlag der Partners wird als zu leicht befunden

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Partners VermögensManagement AG führt sich bei der Stiftung Fliege mit einem ungewöhnlich ausführlichen und persönlich gehaltenen Anschreiben ein, das ein echtes Interesse an dem Mandat erkennen lässt. Der Vermögensverwalter geht bereits hier auf das bestehende Portfolio und den Veränderungsbedarf ein, erläutert Erfahrungen bei Stiftungsmanagement und nachhaltiger Vermögensanlage und garantiert die geforderte Ausschüttung für den Stiftungszweck. Ein toller Auftakt, der auf mehr hoffen lässt
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EY: Viele deutsche Unternehmer sind optimistisch

Mittelständler richten sich in der Krise neu aus

Personen stehen in einer modernen Fabrik © Daniel Ingold / Westend61 / picture alliance
Die deutsche Wirtschaft steckt in einer Krise, aber die große Mehrzahl der deutschen Geschäftsführer ist optimistisch. Der Grund für diesen Optimismus: Die Krise zwingt die Unternehmen zu Rationalisierungen, Strategie-Anpassungen und Investitionen. Das ist das Fundament für den nächsten Aufschwung.
  • Fuchs plus
  • Accor-Chef ist "glückselig" im Sportsommer

Accor-Aktie schwingt sich auf

Hotel © MayR / stock.adobe.com
Hotelketten werden von der EM profitieren. Für Accor spricht insbesondere, dass sich das Geschäft der Gruppe überaus stark entwickelt. Jetzt expandiert das Unternehmen noch mit einer neuen Marke.
  • Fuchs plus
  • Chip-Produktion kann ferngesteuert deaktiviert werden

„Killer Switch“ für ASML-Maschinen

Manager mit Tablet checkt Aufträge vor einer Lagerhalle © TMLsPhotoG / stock.adobe.com
Je mehr sich der Konflikt um Taiwan zuspitzt, desto mehr macht sich die Sorge darüber breit, was mit der Halbleiterproduktion auf der Insel Taiwan passiert, wenn es zu einem Krieg zwischen China und Taiwan kommen sollte. Schließlich werden auf Taiwan die überwiegende Mehrheit der fortschrittlichsten Halbleiter der Welt hergestellt. Jetzt bestätigte der wichtigste Lieferant von Chipmaschinen, dass er einen Killer-Switch für die ferngesteuerte Abschaltung installiert hat.
Zum Seitenanfang