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Neuseelands Notenbank hält die Füße still

Neuseeland taumelt in die Wirtschaftskrise

Neuseeland. © WaitforLight / stock.adobe.com
Neuseeland steckt in der Rezession, Immobilien verlieren rapide an Wert. Die Notenbank belässt darum die Zinsen unverändert, obwohl die Inflation noch viel zu hoch ist. Sollten Anleger die kleine Inselnation darum meiden? Im Gegenteil!
Neuseelands Notenbank muss vor der Inflation kapitulieren. Sie hat ihren Leitzinssatz bei 5,50% unverändert gelassen. Das war so auch vom Markt erwartet worden, ist aber dennoch überraschend. Denn die Inflation ist weiterhin viel zu hoch. Dennoch rechnet die Mehrheit der Analysten auch für den weiteren Jahresverlauf mit konstanten Leitzinsen. 

Kiwi-Wirtschaft in der Rezession

Mit ihrer abwartenden Haltung will die Notenbank weiteren Schaden von der Wirtschaft abwenden. Die ist in der technische Rezession angelangt. Im 1. Quartal sank das BIP um 0,1%. Zuvor war es bereits im vierten Quartal um 0,7% zurückgegangen. Die Immobilienpreise sind seit November 2021 um satte 18% zurückgegangen. Die Bank of Newzealand schätzt die Lage darum offenbar so ein, dass das Inselreich keine höheren Zinsen mehr verkraften kann. Damit lässt die Notenbank der Inflation freien Raum, obwohl die Inflationsrate mit 6,7% noch immer zu hoch ist. 

Der Kiwi-Dollar wird dadurch strukturell geschwächt und hat kein weiteres Aufwärtspotenzial mehr (FD vom 26.05.). Wir würden aber daran festhalten, die Währung aus strategischen Gründen der Diversifikation in der Schwächephase zu kaufen. Die rückläufige Währung parallel zu den fallenden Preisen machen auch Investitionen (z.B. Immobilien) wieder interessant. 

NZ-Unternehmen könnten positiv überraschen

Die hohe Inflation bei gleichbleibenden Zinsen spricht dafür, dass die Umsätze von Neuseelands Unternehmen positiv überraschen könnten. Das gilt für Unternehmen, die die steigenden Kosten gut an Verbraucher weitergeben können (z.B. Versorger, Basiskonsum, Telekom). Darum sind für uns Aktien wie Scales (Lebensmittel, ISIN: NZ SCL E00 02S 8), Spark (Telekom, ISIN: NZ TEL E00 01S 4) oder Contact Energy (Versorger, ISIN: NZ CEN E00 01S 6) ein Kauf.

Fazit: der Kiwi-Dollar wird vorerst weiter schwächeln. Strategen nutzen das zur Diversifikation. Neuseelands Unternehmen dürften in diesem Umfeld ihre Umsätze steigern können. Davon können Aktienanleger profitieren.
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