Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1995
US-Geldpolitik fördert Dollarstärke

Reagan is back

Die Politik der US-Regierung treibt die Inflation in den Vereinigten Staaten an. Gleichzeitig hat die Fed ihr geldpolitisches Ziel klar formuliert. Beides deutet auf konsequent steigende Zinsen hin. Mit Auswirkungen auf den Wechselkurs EUR|USD.

Die Handels- und Fiskalpolitik der USA treiben die Inflation an. Zumindest auf Sicht der nächsten 6-8 Quartale. Die US-Notenbank nimmt daher innerhalb ihres Doppelmandats bei annähernd erreichter Vollbeschäftigung jetzt die Kosumentenpreise aufs Korn. Entsprechend eindeutig wird sie auf anziehende Inflationserwartungen und Überschreitungen der eigenen Projektionen – „negative Überraschungen" – reagieren.

Damit wird sich das „Ronald Reagan-Szenario" mit expansiver Fiskal- und straffer Geldpolitik durchsetzen. Es wird seit dem Amtsantritt Donald Trumps immer wieder erkennbar und sorgt für eine erhebliche Dollarstärke. Sie lässt nicht einmal mehr das Gold als sicheren Hafen in den aktuell stark gewachsenen geopolitischen Spannungen und den Risiken des aufziehenden Handelskriegs zur Entfaltung kommen. Trotz der allenthalben steigenden Risiken fiel der Goldpreis seit April kontinuierlich. Jedenfalls bis zuletzt. Die aktuelle Dollarstärke wird von daher gewissermaßen überdeckt und maskiert.

Tatsächlich fungiert der Dollar derzeit sowohl als sicherer Hafen als auch als Anlagewährung in Carry-Trades. Die negativen Effekte der Trumpschen Politik durch Protektionismus und Schuldenwirtschaft kommen erst auf längere Sicht zum Tragen und werden die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft beschädigen. Die Umorientierung der globalen Handelsströme zur Umgehung der USA ist aber schon in Gang gekommen. Die USA sind kein attraktiver Partner mehr. Die Konsequenzen liegen noch jenseits des aktuell relevanten Horizonts der Devisenmärkte.

Fazit: Für die Währungsdispositionen ist von einem starken und weiter zulegenden Dollar auszugehen (FD vom 29.6.). Das bedeutet: „Dollar long" über das ganze Asset-Spektrum anlegen; allerdings mit einem auf maximal 2 Jahre begrenzten Horizont.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 15 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Vier Performance‑Projekte, ein Befund: Struktur schlägt Aktion

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Performance‑Projekte, vier völlig unterschiedliche Anlegerwelten – und doch eine klare, datenbasierte Botschaft. Kalenderwoche 16 zeigt eindrucksvoll, dass Rendite nicht aus Bewegung entsteht, sondern aus Struktur. Während in einzelnen Projekten aktiv umgeschichtet wird und hohe Volumina fließen, bleiben andere Portfolios vollkommen ruhig – und erzielen dennoch bessere Ergebnisse. Die Zahlen aus Projekt 5, 7, 8 und 9 entlarven, was Vermögensverwaltung heute wirklich erfolgreich macht.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 16: Rendite, Risiko und Handel

Liechtensteinische Landesbank, DGK & Co. und DRH: Diese Häuser schlagen die Benchmark in Projekt 9

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt 9 (Stiftungsportfolio) zeigt in Kalenderwoche 16 ein selten klares Kräfteverhältnis. Während einige Portfolios mit hoher Umschichtungsfrequenz agieren, bleiben andere ruhig – und erzielen dennoch bessere Ergebnisse. Mehrere Vermögensverwalter übertreffen das Benchmarkdepot deutlich, ohne einen einzigen Trade auszuführen. Wer wissen will, warum Struktur derzeit mehr zählt als Aktion und welche Portfolios Risiko und Ertrag in Einklang bringen, findet hier die Antworten.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 16: Performance, Gewinner und Verlierer

LBBW Schweiz, Zürcher Kantonalbank Österreich und Julius Bär schlagen das Benchmarkdepot

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Kalenderwoche 16 zeigt im Projekt 8 die stille Macht der Allokation. Ohne Umschichtungen, ohne taktische Korrekturen wirken allein Marktbewegung und Portfoliostruktur. Das Benchmarkdepot legt spürbar zu – doch mehrere Banken ziehen vorbei, andere bleiben überraschend zurück. Diese Woche offenbart, welche Fondsstrategien tragen, wo Risiko bezahlt wird und wo Vorsicht zur Renditebremse wird.
Zum Seitenanfang