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Bond-Botschaft aus UK

Signal vom Anleihenmarkt an die Regierungen

Britisches Pfund. © Bank of England
Die Chaos-Tage in London sind vorbei, der Salatkopf hat gewonnen. Auch an den Finanzmärkten kehrt wieder eine gewisse Ruhe ein. Allerdings gab es einen ziemlich lauten Knall an den Anleihemärkten. Die Bond-Botschaft ist auch ein Achtungssignal an die Regierungen in Europa und den USA.
Die Chaos-Tage in London senden ein wichtiges Signal der Finanzmärkte an die Regierungen. Dieses Signal geht sogar weit über den Forex-Markt hinaus. Denn das Pfund war zwar einer Implosion nahe und etliche CFOs in Unternehmen haben in den vergangenen Tagen "geschwitzt" und mussten sehr agil handeln, um ihr Exposure zu managen. Aber die Währung hat sich inzwischen wieder stabilisiert. 

Wichtige Bond-Botschaft an die Regierungen

Wichtiger noch ist aber der Warnschuss von den Anleihemärkten. Die Botschaft an die Regierungen: Die Zeit der überbordenden Verschuldung ist endgültig vorbei. Das zeigt vor allem die Reaktion am Markt für UK-Anleihen. Trotz des Rücktritts von Liz Truss als Briten-Premier hat der Markt kaum "gezuckt". Von Entspannung keine Spur. Zwar ist nun wieder Liquidität im Markt. Die war zwischenzeitlich dem Vernehmen nach fast versiegt. Aber spürbare Entspannung bei den Gilt-Renditen gibt es nicht.

Die Anleihemärkte sind nicht mehr bereit, so weit ins Risiko zu gehen. Angesichts der Inflationsraten (UK. 10,1%) und einer negativen Realverzinsung hat die Vertrauensfrage in die Politik ein besonderes Gewicht. Bei Renditen von 4,01% für 10-jährige Gilts ist der Vertrauensvorschuss der Investoren enorm - und wird, das war zu sehen - nicht mehr bezahlt. Die Botschaft der Bondmärkte ist an die Regierungen gerichtet. Die Zeit des Schuldenmachens ist vorbei. Der Druck, solide Haushalte zu erstellen und einzuhalten, wächst enorm. Der Zinsdruck wird darum anhalten. 
Fazit: Der kleine und abgegrenzte Gilt-Markt zeigt den Stimmungsumschwung der Investoren wie unter einem Brennglas. Für Europa und die USA trifft die Bond-Botschaft aus UK aber ebenfalls zu. In diesen großen Märkten haben die Notenbanken nur noch etwas mehr Spielraum. Aber auch der ist endlich.
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