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Der Dollar im Bann der Wahl

So viele Aufreger

Der Dollar steht im Bann der US-Wahlen. Copyright: Pexels
Das Wort "Crash" feiert gerade wieder an jeder medialen Ecke fröhliche Urständ. Es gibt ja auch so viele Aufreger: Die nächste Covid-19-Welle, die US-Präsidentschaftswahl. Auch den US-Dollar hat die Marktnervosität erfasst. Zu recht?
Die US-Wahl am 4. November hält nicht nur Amerika und die Welt, sondern auch das Geschehen auf den Währungsmärkten in ihrem Bann. Wie 2016 ist ein Sieg Donald Trumps unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Zuletzt drifteten die Umfragewerte wieder weg von Biden.

Dennoch: Bidens Sieg ist im Dollarkurs eingepreist. Der Abstand zu Trump ist deutlich größer als 2016 derjenige Hillary Clintons zur gleich Zeit. Eruptionen könnte eher Trumps Reaktion auf Bidens Wahlsieg auslösen. Dem US-Präsidenten wird zugetraut, dass er die Wahl seines Herausforderers nicht anerkennt (siehe FUCHSBRIEFE vom 3.9.20). Somit wird es darauf ankommen, dass der Vorsprung des Demokraten vergleichsweise deutlich ist. Drei, vier Prozentpunkte sollten es mindestens sein. Dann werden die Märkte cool bleiben.

Die US-Wirtschaft läuft nicht schlecht

Nach der Wahl wird der Blick der Märkte sich wieder auf die Wirtschaftsdaten richten. Zwar tobt auch dort eine erneute Infektionswelle. Aber damit stehen die USA nicht alleine. Die Wirtschaft erholt sich langsam, aber stetig. Die Commerzbank verweist auf den anziehenden Frachtverkehr, der inzwischen bei 95% des üblichen Niveaus liegt. Die Nachfrage nach Krediten zum Hauskauf/-bau ist robust, die Menschen also nicht mehr übermäßig verängstigt. Auch der Einzelhandel läuft „normal“.

Fazit: Lassen Sie sich nicht von der Nervosität auf den Märkten anstecken. Der Dollar sollte vor 1,20 abbremsen. Eine neutrale Haltung zur US-Währung ist bis auf Weiteres angezeigt.

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