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Die EZB bereitet die Revision ihrer Inflationsprognose vor

Streit um die Euro-Inflation

Schiffe aus Euro-Geldscheinen. Copyright: Picture Alliance
Die EZB hält offiziell eisern daran fest: Die Inflation werde 2022 spürbar zurückgehen und sich nicht lange danach wieder bei 2% einpegeln. Doch sowohl außerhalb als auch innerhalb der EZB wachsen die Zweifel.
In der EZB nimmt die Diskussion um die geldpolitische Wende weiter Fahrt auf. EZB-Ratsmitglied Isabel Schnabel bekräftigte in dieser Woche erneut, dass es für die EZB gute Argumente gäbe, dass "die Inflation im Euroraum im Laufe des nächsten Jahres deutlich zurückgehen und mittelfristig allmählich wieder unter unser Ziel von 2% sinken wird." Welche Gründe das sein sollen, ließ sie dabei offen. Auch, dass die deutsche Inflationsrate mit 4,5% den höchsten Stand seit 1993 erreicht hat, weckt Zweifel an der EZB-Prognose.

Doch auch innerhalb des EZB-Rates scheinen die Meinungen auseinander zu gehen. Robert Holzmann, Chef der österreichischen Notenbank, sagte jüngst auf einer Veranstaltung in London: "Ich würde nicht viel Geld darauf wetten, dass die Inflation Ende 2022 unter 2% liegen wird." Das Ende des Anleihenkaufprogramms hält er im Herbst 2022 für möglich.

Außerhalb des Euroraums sind die Geldhüter schon weiter

Zu einer deutlich anderen Einschätzung als die meisten Offiziellen der EZB kommen die Notenbanken Osteuropas (vgl. FD vom 05.11.2021). Auch die norwegische Notenbank kündigte nun an, im Dezember ihren Leitzins anheben zu wollen. In den USA überraschte in dieser Woche die Inflationsrate von 6,2%. Marktteilnehmer hatten im Konsens mit einem Wert nah, aber unter 6% gerechnet.

Es ist damit absehbar, dass der EZB-Exit aus der ultralockeren Geldpolitik eher eintreten wird, als die EZB derzeit noch verkündet. Bis dahin bleibt der Euro aber tendenziell in der Rückhand. 

Fazit: Es ist damit absehbar, dass der EZB-Exit aus der ultralockeren Geldpolitik eher eintreten wird, als die EZB derzeit noch verkündet. Bis dahin bleibt der Euro aber tendenziell in der Rückhand.

Empfehlung: Solange die EZB an ihrem Kurs festhält, lohnen sich Spekulationen auf Währungen in der europäischen Nachbarschaft. Das sind einerseits die Währungen in Osteuropa (Forint, Tschechische Krone, Zloty), aber auch die Norwegische Krone und das Britische Pfund.

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