Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1380
Die Meinung der Anderen im Juni 2018

Wer bietet den sichersten Hafen?

Wer bietet den sichersten Hafen? Copyright: Picture Alliance
Bis vor wenigen Wochen zeigten die Devisenkurse an, dass sichere Häfen auf den Märkten nicht gesucht waren. Das hat sich schlagartig geändert. Und beeinflusst die Devisenprognose vor allem einer Bank.

Im Prognosefächer gibt es zu Anfang Juni eine bedeutende Änderung. Die schwedische SEB ist zu einer grundlegenden Neueinschätzung der Devisenkurse auf bis zu 12 Monate gekommen. Dies wird vor allem an der deutlichen Revision ihrer Dollar-Projektion erkennbar.

Auslöser ist der Umschwung der Märkte von Ende Januar. Er hat wohl alle Finanzmärkte, nicht nur den Devisenhandel, erreicht. Mit dem Einbruch der Börsen hat sich aus SEB-Sicht auch das Bewertungsmodell hinter den Devisenkursen geändert. Statt der einfachen Zinsdifferenzen spielt die Risikowahrnehmung – erfasst durch die Korrelation zum Volatilitätsindex VIX – eine entscheidende Rolle. Bedeutend sind auch die defensiven Qualitäten der Aktiva. Es geht bei den einzelnen Währungen somit um deren Fähigkeit, als sicherer Hafen gegen die Wellen erhöhter Risikoaversion Schutz zu bieten.

Damit kommt eine Verschiebung der Gewichte zwischen den Emerging Market-Währungen und den Kernwährungen in Gang. Sie fällt zugunsten der Letzteren aus. Innerhalb der G-3 Währungen rückt der Dollar klar an die Spitze, gefolgt vom Yen, während der Euro mangels eigener Stabilität hinten steht, wie von uns schon im letzten Monat angenommen (siehe auch FD vom 4.5.).

fd2

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Commerzbank

Deutsche Bank*

Goldman Sachs

HSH-Nordbank**

SEB

UBS*

neu

alt

neu

alt

neu

alt

neu

alt

neu

alt

neu

alt

* per Jahresende 2018 **per Juni und Dezember 2018
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,20

1,20

-

1,24

1,20

1,26

1,24

1,22

1,10

1,25

1,25

1,25

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,25

-0,30

-0,32

-0,32

-

-

10 J Anleihen

0,60

0,60

-

0,75

0,90

-

1,10

0,70

0,30

0,80

-

-

USD

JPY

106

106

-

102

110

110

111

107

111

110

110

110

3 Monatszins

2,25

2,25

-

-

-

-

2,65

2,20

2,50

2,25

-

-

10 J Anleihen

2,85

2,85

-

3,00

3,10

-

3,25

2,90

2,90

2,90

-

-

JPY

EUR

127

127

-

-

132

138,6

137,6

131

122

137,5

137,5

137,5

3 Monatszins

0,0

0,0

-

-

-

-

-

-

-

-

 

 

10 J Anleihen

0,05

0,05

-

-

0,10

-

-

-

 

 

 

 

auf 12 Monate*

EUR

USD

1,16

1,16

1,28

1,28

1,30

1,30

1,28

1,28

1,14

1,29

1,30

1,30

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,20

-0,25

-0,28

-0,28

-

-

10 J Anleihen

0,70

0,70

1,25

1,25

1,20

-

1,40

1,20

0,60

1,00

 

 

USD

JPY

116

116

105

105

115

115

114

107

108

108

108

113

3 Monatszins

2,80

2,80

-

-

-

-

2,90

2,70

3,00

2,75

-

-

10 J Anleihen

3,10

3,10

3,25

3,25

3,40

-

3,50

3,40

3,05

3,10

 

 

JPY

EUR

137

137

134,4

134,4

149,5

149,5

145,9

137

123

139,3

140

146,9

3 Monatszins

0,0

0,0

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

10 J Anleihen

0,10

0,10

-

-

0,20

-

-

-

-

-

-

-

Fazit: Es wird deutlich, wie schnell der Meinungsumschwung auf den Märkten vonstatten geht – und welche Wirkung er haben kann. Noch vor wenigen Wochen spielten sichere Häfen überhaupt keine Rolle.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 17.6.2021

Allianz im Klettermodus

Allianz im Klettermodus. Copyright Pixabay
Technisch orientierte Anleger bringen sich bei der Aktie der Allianz SE in Stellung. Der Kurs des Versicherungsriesen klettert zum Ende der Woche über einen wichtigen Widerstand und markiert ein neues Rekordhoch. Trendfolgende Anleger nutzen diesen Ausbruch.
  • Fuchs plus
  • Chinas Tor zur Welt ist geschlossen

Der Lockdown wirft Hongkong weit zurück

Der Lockdown wirft Hongkong weit zurück. Copyright: Pexels
Seit 1997 ist Hongkong kein britisches Protektorat mehr, sondern gehört wieder zu China. Peking hält sich aber nicht an die Vereinbarungen, dem "verwestlichten" Hongkong die versprochenen Freiheiten zu lassen. Das hat den Finanzplatz bereits empfindlich getroffen. Nun stellt sich ein neues Problem als noch größeres heraus.
  • Fuchs plus
  • Starkes Entrée und bereitwillige Auskünfte

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Bei Donner & Reuschel erlebt der Stiftungskunde viel Licht – und leider auch Schatten. Während der Anlagevorschlag weitestgehend ein Genuss ist, werden an anderer Stelle wertvolle Punkte durch schlechte Vorbereitung liegen gelassen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Gute Nachrichten für Nippons Exporteure

Fed belastet den Yen

Fed belastet den Yen. Copyright: Pixabay
Die Fed-Ankündigung hat den Yen am Mittwoch gehörig unter Druck gebracht. Ist das Währungspaar nun ausgereizt oder "kommt da noch was?" Zu einer anderen Währung hat der Yen hingegen Rückenwind.
  • Non-fungible Token revolutionieren den Kunstmarkt

Spotify wird vom Riesen zum Streaming-Giganten

Spotify wird Streaming-Gigant. Copyright: Pixabay
Streaming hat vor 15 Jahren den Niedergang der Musik Industrie gestoppt, jetzt kann Musik wie auch andere digitale Kunst per NFT digital direkt vom Künstler erworben und auch offline gehört werden. Mit seiner Reichweite ist Spotify der ideale Marktplatz für die exklusive Hörerlebnisse, Teilnahme an Online-Konzerten und den Erwerb von Musik per NFT.
  • Fuchs plus
  • Wann kommt der massive Vorstoß in die Finanzdienstleistungsbranche?

Finanzregulatoren nehmen BigTech fest in den Blick

Wann kommt der massive Vorstoß in die Finanzdienstleistungsbranche? Copyright: Pexels
Alle Welt wartet darauf, dass die großen IT- und Internetkonzerne ihr Wissen über Kunden nutzen, um in den Finanzdienstleistungsmarkt vorzudringen. Den Regulierern schwant nicht viel Gutes.
Zum Seitenanfang