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US-Zinsen zeigen Wirkung

Bei den Emerging Markets tut sich was

Für die großen Währungen sehen die Prognostiker in den Banken derzeit wenig Bewegung. Umso mehr dafür in den Emerging Markets. Denn dort gibt es eine Reihe von Impulsen.

Im Tableau der Prognosen sind kaum signifikante Änderungen zu erkennen. Die Prognostiker in den großen Banken begnügen sich mit den üblichen kleinen Schritten. Sie ergeben sich schon aus dem zeitlichen Ablauf entlang eines vorgegebenen Pfades. Wir sehen nur ein paar kleinere Nachjustierungen, etwa beim Yen.

Der Dollar legt in den Prognosen gegenüber den anderen beiden Zentralwährungen Euro und Yen zu. Getrieben wird die US-Währung von den starken Zinsdifferenzen. Da zudem der Yen immer wieder ein wenig Stärke aus seiner Rolle als sicherer Hafen Asiens bezieht, rutscht der Euro ganz nach hinten. Er ist die schwächste unter den drei großen Währungen.

Handelskrieg wirkt sich auf Prognosen aus

Mehr Gehirnschmalz verwenden die Analysten auf das, was jenseits dieses Dreiecks stattfindet. Und dabei stechen zwei Themen heraus: Eine Neubewertung der Emerging Markets und der drohende, von den USA angefachte Handelskrieg. Das erste Thema rückt vor allem bei der Commerzbank und der UBS in den Blickpunkt. Die anziehenden US-Zinsen sorgen demnach für eine deutlich veränderte Lage der Emerging Markets. Diese hatten ja im letzten Jahr noch stark von der Jagd nach Renditepunkten profitiert.

Die nahe an 3% herangerückte Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sorgt für eine Neuorientierung. Diese geht vor allem zulasten der großen EM-Währungen BRL, MXN, RUB, INR, ZAR und TRY. Wobei die Commerzbank auf bestehende politische Risiken hinweist, die sie namentlich in Brasilien und Südafrika sieht. Im Einklang mit dem IWF sehen die Commerzbank-Analysten allerdings eher weniger Stabilitätsrisiken in den einzelnen Staaten im Vergleich zu den Problemen von 2013.

Denn die meisten Staaten verfügen heute über größere Reserven und sind dank geringerer Defizite in der Leistungsbilanz weniger abhängig von Finanzierungen aus dem Ausland. Wobei aus unserer Sicht mit der Krise der Türkei ein echter Stimmungskiller droht, der die Märkte für die Schwellenländer stark bewegen kann.

fd2

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Commerzbank

Deutsche Bank*

Goldman Sachs*

HSH-Nordbank

SEB

UBS*

neu

alt

neu

alt

neu

alt

neu

alt

neu

alt

neu

alt

* per Jahresende 2018
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,20

1,21

1,24

-

1,26

1,26

1,22

1,22

1,25

1,25

1,25

1,25

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,30

-0,32

-0,32

-

-

10 J Anleihen

0,60

0,60

0,75

-

-

-

0,70

0,70

0,80

0,80

-

-

USD

JPY

106

113

102

-

110

110

107

107

110

110

110

110

3 Monatszins

2,25

2,25

-

-

-

-

2,20

2,20

2,25

2,25

-

-

10 J Anleihen

2,85

3,10

3,00

-

-

-

2,90

2,90

2,90

2,90

-

-

JPY

EUR

127

137

-

-

138,6

138,6

131

131

137,5

137,5

137,5

137,5

3 Monatszins

0,0

0,0

-

-

-

-

-

-

-

-

 

 

10 J Anleihen

0,05

0,05

-

-

-

-

-

-

 

 

 

 

auf 12 Monate*

EUR

USD

1,16

1,20

1,28

1,28

1,30

1,30

1,28

1,28

1,29

1,29

1,30

1,30

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,25

-0,25

-0,28

-0,28

-

-

10 J Anleihen

0,70

0,85

1,25

0,85

-

-

1,20

1,20

1,00

1,00

 

 

USD

JPY

116

116

105

120

115

115

107

107

108

108

113

113

3 Monatszins

2,80

2,80

-

-

-

-

2,70

2,70

2,75

2,75

-

-

10 J Anleihen

3,10

3,10

3,25

3,25

-

-

3,40

3,40

3,10

3,10

 

 

JPY

EUR

137

139

134,4

134,4

149,5

149,5

137

137

139,3

139,3

146,9

146,9

3 Monatszins

0,0

0,0

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

10 J Anleihen

0,10

0,10

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

Fazit: Grundsätzlich bleibt es beim bekannten Bild für die Majors; Veränderungen sind vor allem in den Emerging Markets in Sicht.

Lesen Sie hierzu auch unseren vorangegangenen Artikel "Die Meinung der Anderen im April 2018"

Zur Einschätzung der Commerzbank

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