Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2519
Brachialer Währungsdreh in Asien

Yen und Yuan ziehen an

China, Shenzhen bei Nacht. © Anton Balazh / Stock.adobe.com
Der Yen in Japan und der Yuan in China haben scharfe Wenden vollzogen. Der steile Absturz beider Währungen ist damit beendet. Mittelfristig entsteht für die beiden wichtigsten Währungen in Asien damit ein neues Bild.
In Asien haben zwei angeschlagene Währungen brachial nach oben gedreht. Sowohl der Yen als auch der Yuan haben nach ihrem fortgesetzten tiefen Fall eine mächtige Schubumkehr bekommen. Der Yen stieg von 158 auf 151 EUR|JPY. 

Auslöser für den Yen-Anstieg war die Lockerung der Bank of Japan bei der Kontrolle der Yiel-Kurve. Inzwischen hat der Markt die Nachricht verdaut - und schätzt das Potenzial des Zinsanstiegs in Japan offenbar als gering ein. Nippons Währung ist wieder auf 156 EUR|JPY zurückgefallen. Dennoch dürfte der Yen nun bei der Marke von 158 gut unterfüttert sein. Der freie Fall scheint gestoppt. Vor diesem Hintergrund halten wir es für wichtig, nicht mehr auf eine weitere Yen-Schwäche zu spekulieren. 

Yen und Yuan ziehen hoch

Massiv war auch der Anstieg der Yuan. Die chinesische Währung hat bei 8,10 EUR|CNY eine abrupte Kehrtwende hingelegt. Die durchwachsenen Wirtschaftszahlen aus dem Reich der Mitte scheinen damit eingepreist zu sein. Die Erwartung der Märkte nach dem Wechsel an der Spitze der Notenbank ist offenbar, dass neuer personeller Wind auch den Sinkflug des Yuan beenden wird. Das passt zu den bereits diskutierten Konjunkturstützungsmaßnahmen. 

Der CNY wird jetzt zwar nicht schnell auf Stärke umschalten. Allerdings dürfte auch hier das Abwärtspotenzial nun klar begrenzt sein. Der Anstieg des CNY wird sich nach dem Spurt von 8,10 auf 7,80 EUR|CNY zwar nicht so schnell fortsetzen. Aus technischer Sicht ist ein Rückfall in Richtung Tiefpunkt wahrscheinlich. Ein noch tieferer Rückfall ist aber unwahrscheinlich.
Fazit: Die beiden wichtigsten Währungen in Asien haben offenbar fundamental gedreht. Abstürze unter die jüngsten Tiefpunkte sind unwahrscheinlich. Mittelfristig bekommen beide Währungen Aufwertungsperspektiven.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • ESG im Private Banking - Die Ratingstufen der FUCHSBRIEFE Prüfinstanz

Vom Novizen zum Großmeister - Die fünf Grade nachhaltiger Beratung

Illustriert mit ChatGPT
Die FUCHSBRIEFE Prüfinstanz beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Frage, wie nachhaltig vermögende Kunden beraten werden. Seit dem ersten Nachhaltigkeits-Rating im Jahr 2011 („Wer kann nachhaltig?“) hat sich das Bild stetig weiterentwickelt. Heute unterscheiden wir fünf Entwicklungsstufen, die inhaltlich klar gefasst und mit eingängigen Begriffen versehen sind. Welche Institute werden sich dieser Herausforderung in diesem Jahr wohl stellen?
  • Monitoring bestätigt positiven Eindruck bei der TOP Vermögen AG

Grünes Signal für TOP Vermögen

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die TOP Vermögen AG gewährt der FUCHSBRIEFE PRÜFINSTANZ Einblick in ihre Organisations- und Beschwerdestrukturen. Der Vermögensverwalter aus Starnberg setzt auf persönliche Kundenbeziehungen, kurze Entscheidungswege und eine ausgeprägte Empfehlungskultur. Vertrauensampel und die Ampel zu Selbstauskunft stehen auf Grün. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit im Stresstest der Finanzwelt

Deutschland, Österreich und die Schweiz entdecken ESG neu

Illustriert mit ChatGPT
Wer den ESG-Zug bereits auf dem Abstellgleis sieht, sollte nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz blicken. Drei aktuelle Studien zeichnen ein anderes Bild. Banken, Vermögensverwalter und Fondsanbieter ziehen sich nicht aus nachhaltigen Finanzthemen zurück. Sie verlagern den Fokus. Klimarisiken, Transformationspläne, ESG-Daten und regulatorische Nachweise rücken in den Mittelpunkt. Aus einem Marketingbegriff wird zunehmend ein Instrument der Steuerung. Damit beginnt eine neue Stufe.
Zum Seitenanfang