Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2000
Deutschlands Konjunkturaussichten bessern sich stark

Zu gut für die EZB

Auch gute Nachrichten können schlechte Neuigkeiten sein. Jedenfalls für die Geldpolitik und deren "Macher". Gute Perspektiven werden im Euroraum gerade für die deutsche Wirtschaft vorhergesagt.

Im Euroraum zeichnet sich eine doppelte Schere ab. Während sich die Wachstumsaussichten für Frankreich und Italien, also die wirtschaftliche Nummer 2 und 3, gerade eintrüben, sieht es für die Nummer 1, Deutschland, ganz anders aus. Hier steigen die Wachstumserwartungen Monat für Monat.

Die Commerzbank-Volkswirte erwarten jetzt „nur noch“ ein Minus von 4,5% (vorher -5,5%) für das Gesamtjahr. Das 3. Quartal soll sogar mit einem Plus von 9% abschließen. Die ifo-Konjunkturuhr hatte schon vorher in den Boom-Bereich gedreht. Wohlgemerkt: Vor Beginn der Corona-Krise befand sich die deutsche Wirtschaft im Abschwung. Bei den südlichen Nachbarn fielen dagegen gestern die Stimmungsindikatoren des Dienstleistungssektors unter die Wachstumsschwelle.

Die EZB in der Klemme

Die EZB steckt somit in der Klemme. Denn die starke deutsche Konjunktur treibt den Euro-Wechselkurs nach oben. Das ist das Gegenteil dessen, was die europäischen Währungshüter beabsichtigen. Zudem ist der Dollar nicht nur durch die bisher moderaten Wachstumsaussichten Amerikas geschwächt. Auch die Fed trägt dazu mit ihrer neuen Inflationsvorgabe, die auf einen Durchschnitt von 2% über mehrere Jahre abzielt (FD vom 28.8.), bei.

Fazit: Die EZB wird sich somit beeilen, mindestens den Strategiewechsel der Fed nachzuvollziehen. Ansonsten wird sie vor allem verbal intervenieren. Der Euro hat für den Rest des Jahres noch Aufwärtspotenzial. Bei 1,20 sehen wir jedoch eine hohe Hürde (s. S. 2).
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • EuG: „Kommission hat einen offensichtlichen Fehler begangen“

Einstufung von Titanoxid als krebserregend ist falsch

Sitzung des EuGH © curia.europa.eu
Krebserregendes Titanoxid – mit dieser Einstufung versetzte die EU-Kommission 2019 zahlreiche Unternehmen, in denen der Stoff verwendet wird, in Aufruhr. Doch die Einschätzung der EU-Gesetzgeber beruht auf eindeutigen Beurteilungsfehlern, wie jetzt richterlich bestätigt wurde.
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Neue Reifen aus alten

Startup recycelt Reifen mit Pfiff

Gras bildet die Abkürzung CO2 und einen Umriss der Welt © Tatiana Plotnikova / stock.adobe.com
Nachdem Altreifen lange Zeit ein großes Problem für das Recycling waren, weil die Vulkanisierung (die Aushärtung des Gummi mit Schwefel) nicht rückgängig gemacht werden konnte, bietet ein kanadisches Startup nun eine neue Technik dazu an.
  • Fuchs plus
  • Investitionen in Energieeffizienz weltweit gestiegen

Schub für Energieeffizienz

Erneuerbare Energien weltweit © lassedesignen / stock.adobe.com
Die Investitionen in Energieeffizienz sind in diesem Jahr deutlich gestiegen. Damit werden etwa 2% des Energiekonsums eingespart, so die Internationale Energie Agentur (IEA). Viele Länder haben neue Förderprogramme aufgelegt. Die IEA rechnet damit, dass die Investitionen weiter steigen.
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom: 08.12.22

Boeing - Short am Abwärtstrend

Nahaufnahme Flugzeug Cockpit von außen © GordonGrand / Fotolia
Technisch orientierte Anleger nehmen Boeing in den Blick. Der Kurs des US-Flugzeugbauers ist seit Ende September kräftig gestiegen. Nun trifft die Aktie auf einen Kreuzwiderstand. An dieser Stelle wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Boeing den übergeordneten Abwärtstrend wieder aufnimmt und in den Sinkflug übergeht.
Zum Seitenanfang