Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2481
Rom macht Schluss mit Steuerbonus für Bauprojekte

Italiens Baubranche droht ein Crash

Männer zimmern ein Holzhaus. © lisegagne / Getty Images / iStock
Mit gigantischen Geldgeschenken greift Rom seit Ausbruch der Corona-Pandemie der Baubranche unter die Arme. Doch damit ist nun Schluss. Den Unternehmen droht die harte Landung.

Der italienischen Baubranche droht ein Crash. Denn Rom nimmt den Bauunternehmen ihre wichtigste Stütze weg: den Superbonus 110. Den hatte die linke Regierung unter Premierminister Guiseppe Conte 2020 eingeführt, um die Corona-Folgen der Branche zu mildern. Durch die Förderung erhielten Immobilienbesitzer, die ihr Haus renovierten, Steuergutschriften in Höhe von 110% des Investitionssumme, gestreckt über 4 Jahre. Damit ist nun Schluss. Das Programm habe Rom insgesamt 110 Mrd. Euro Steuereinnahmen gekostet, so Finanzminister Giancarlo Giorgetti.

Künstliche Nachfrage war Stimmungsdroge für die Baubranche

Mit dem Super-Steuerbonus fällt nun ein Turbo für Italiens Baubranche aus. Die künstlich geschaffene Nachfrage war ein Hauptgrund für die guten Geschäfte der italienischen Baubranche. Anders als in Deutschland war das Geschäftsklima der italienischen Bauunternehmen zuletzt noch so gut wie vor einem Jahr. Der Index der italienischen Bauindustrie liegt mit 158,8 Punkten derzeit genau auf dem Niveau des Vorjahres. Der ifo-Geschäftsklimaindex des deutschen Baugewerbes liegt bei -21,6 Punkten (Vorjahr 7,2).

In Italiens Baubranche dürfte die Nachfrage nun schlagartig wegbrechen. Davon sind 478.000 italienische Bauunternehmen betroffen. Bedenken Sie: Seit Einführung des Superbonus wurden 30.000 Bau-Unternehmen in Italien gegründet. Der Bauverband ACNE sieht nun ziemlich genau jene 25.000 Unternehmen und rund 130.000 Arbeitsplätze gefährdet. An tausenden italienischen Baustellen sei die Arbeit bereits zum Stillstand gekommen.

Fazit: Italiens Baubranche droht nach drei Jahren künstlich erzeugter Nachfrage die Bruchlandung. Das wird etliche Insolvenzen im Sektor nach sich ziehen. Kooperieren Sie mit italienischen Unternehmen, achten Sie auf die Zahlungsziele.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Europäische Geldpolitik entgleist

EZB wird bald Inflation importieren

Europäische Zentralbank © Michael Zegers / imageBROKER / picture alliance
Die EZB steuert unter Christine Lagarde einen riskanten Glaubwürdigkeitskurs. Im nächsten Monat wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen senken. So wurde es durch Aussagen mehrerer EZB-Ratsmitglieder angekündigt. Das läuft aber konträr zum inzwischen sanft einsetzenden Aufschwung. Die EZB beschwört damit auch die Geister, die sie noch gar nicht losgeworden ist.
  • Fuchs plus
  • Werden Diamanten zu einem Massenprodukt?

Unruhe am Diamantenmarkt

Diamanten könnten zu einem Massenprodukt werden. Diese Entwicklung zeichnet sich beim Blick auf die Entwicklungen am Diamantmarkt ab. Jetzt hat sogar De Beers den Preis für seine Schmuck-Kollektion aus künstlichen Diamanten um 40% gesenkt. Viele Händler nehmen die synthetischen Steine ins Sortiment und hoffen auf ein Mengen-Geschäft.
  • Fuchs plus
  • Profiteur der geopolitischen Spannungen mit China

Japan erlebt ein Wirtschafts-Revival

Japan ist wieder zu einem Anziehungspunkt für Unternehmen, Milliardäre, Touristen und Anleger geworden. Das Land der aufgehenden Sonne erlebt nach mehr als 30 Jahren Stagnation einen Wirtschafts-Frühling. Das liegt auch daran, dass es erhebliche Umschichtungen von China nach Japan gibt.
Zum Seitenanfang