Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2665
Grüne legen Volkspartei-Ambitionen beiseite

Die Grünen bleiben in der Öko-Blase

Sonnenblume. © Sergii Figurnyi / Stock.adobe.com
Streits zwischen "Fundis" und "Realos" gehören fest zum Programm eines jeden Parteitags der Grünen. Auch die Bundesdelegiertenkonferenz in Karlsruhe kannte solche Auseinandersetzungen. Am Ende stellte sich die Basis in den meisten Fragen hinter die Parteispitze. Damit ließ sie sich die Chance auf einen Befreiungsschlag entgehen.

Der Parteitag der Grünen verdeutlicht erneut, dass bei der Öko-Partei die Selbst- und Außenwahrnehmung gewaltig auseinanderlaufen. Das zeigen die Personalentscheidungen. So wurden Ricarda Lang und Omid Nouripour als Parteivorsitzende bestätigt. Sie sind ein in der Bevölkerung sehr unpopuläres Duo, das aber die Parteibasis bei der Stange hält. Als Spitzenkandidatin für die Europawahl wurde die völlig unbekannte EU-Parlamentarierin Terry Reintke aufgestellt. Welchen Erfolg sich die Grünen damit erhoffen, ist schleierhaft.

Chance für mehr Realismus vertan

Auf dem Parteitag haben die Grünen vor allem beschlossen, unter allen Umständen an der Ampel festzuhalten. Die wichtigsten Abstimmungen aus Sicht von FUCHSBRIEFE: 

  • Ein Dringlichkeitsantrag, der die Abschaffung der Schuldenbremse forderte, wurde zwar abgelehnt. Stattdessen wirbt die Partei für eine Reform des Instruments (in Richtung Aufweichung).
  • Die Grüne Jugend scheiterte mit ihrem Antrag, Verschärfungen des Asylrechts in der Ampel-Koalition zu verhindern. Das war ein Erfolg für Außenministerin Annalena Baerbock.
  • Die Delegierten befürworten für ausgewählte Branchen (z.B. Zement) die unterirdische Speicherung von CO2. Das ist ein kleines Umdenken in Vergleich zur früheren Grünen-Position.
  • Die Grünen lehnen das Mercosur-Abkommen "in seiner jetzigen Form" ab. Damit stimmt die Basis gegen Wirtschaftsminister Robert Habeck. Zwar hängt das Abkommen nicht vom Votum der Basis ab. Habecks Verhandlungsposition und die deutsche Außenwahrnehmung werden aber angekratzt.
  • Einige Grüne wollten das Wort "Wohlstand" aus dem Europaprogramm streichen. Es sei altmodisch und zu materialistisch. Besser sei Lebensqualität - die beinhalte auch eine intakte Natur oder gesunde Lebensmittel. Der Antrag wurde abgelehnt.

Selbstvergewisserungs-Parteitag

Die Partei folgte in ihrem Abstimmungsverhalten mit Ausnahme von Mercosur dem Parteivorstand. Der Selbstvergewisserungs-Parteitag beruhigt die Führungsebene, sichert und segnet die Ampel-Koalition ab. Innerhalb der Grünen werden die inhaltlichen aber Debatten andauern. Auch ein Befreiungsschlag, um aus dem Umfragetief zu kommen, war der Parteitag nicht. 

Fazit: Die Grünen haben ihren Kern verloren, aber die Massen nicht gewonnen. Obwohl sie viele programmatische Grundsatzpositionen in der Regierung bis zur totalen Selbstaufgabe geräumt haben, gelingt es ihnen nicht, eine Partei für einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu werden und Ökologie und Ökonomie geschickt zu verbinden.
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 11: Performance, Gewinner und Verlierer

Vermögensverwalter kämpfen um jeden Punkt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Kalenderwoche 11 zeigt sich das Benchmarkdepot von Projekt 8 (Vermögensverwaltende Fonds) als klarer Sieger: Es erzielt den höchsten Vermögenszuwachs und reduziert zugleich das Risiko. Kein anderes Depot erreicht diese Rendite. Weil in dieser Woche keine Transaktionen stattfanden, spiegeln alle Ergebnisse ausschließlich die Marktbewegungen wider – ein präziser Blick auf die strukturelle Stärke der Portfolios.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Die Frontrunner in KW 11 heißen: FV Frankfurter Vermögen AG, Volksbank Vorarlberg e. Gen. und Berliner Sparkasse

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Kalenderwoche 11 zeigt Projekt 7 (Private Banking Depot), wie unterschiedlich Vermögensverwalter agieren. Wer übertrifft die Benchmark, wer fällt zurück – und welche Rolle spielen Handelsaktivitäten? Die Woche liefert klare Antworten und schärft den Blick für die Stärke einzelner Portfolios.
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 11: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Stabile Woche, klare Signale: Wer schlägt das Benchmarkdepot?

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Kalenderwoche 11 verläuft im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ruhig, aber richtungsweisend: Das Benchmarkdepot steigert sein Vermögen leicht und reduziert gleichzeitig den maximalen Drawdown. Mehrere Vermögensverwalter erzielen deutliche Zugewinne und übertreffen den Referenzwert klar, während andere Institute spürbar zurückfallen. Eine Woche der Stabilität mit klaren Gewinnern und Verlierern.
Zum Seitenanfang