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Deutsche wollen lieber Verluste minimieren, statt Risiken einzugehen

Sichere Vermögensverluste

©Achim Schneider/reisezielinfo.de/Getty Images/iStock
Hurra der Zins ist wieder da! Zahlen der Deutschen Bundesbank zeigen, dass die Bundesbürger in großen Scharen Zinsangebote wie Festgelder ansteuern. Sie sind aber gut beraten, wenn das nicht ihre einzige Vermögensvorsorge ist. Denn wer real Kapital erwirtschaften will, muss dafür noch andere Pfade beschreiten.
Inflation, Zinsanstieg und Reallohnverluste hinterlassen deutliche Spuren im Anlage- und Sparverhalten der Deutschen. Problematisch ist, dass trotz wieder attraktiver Geldmarktangebote (z.B. Festgelder) die realen Vermögen der Bundesbürger noch immer schrumpfen. Das zeigen Daten der Deutschen Bundesbank. 

Die Realrendite ist inflationsbedingt seit Ende 2021 negativ. Immerhin: Seit zwei Quartalen ist ein deutlicher Aufschwung festzustellen. Lag die Realrendite der Deutschen Ende 2022 noch bei beinahe -10%, sind es im 2. Quartal 2023 wieder etwas mehr als -4%. Und ebenfalls positiv: Die Verschuldungsquote der Deutschen bleibt stabil.

Die Zinsen sind noch nicht hoch genug, um die Inflation auszugleichen

Die Realrenditen werden auch im 2. Halbjahr nicht in den positiven Bereich klettern. Das hat zwei Ursachen: Einerseits ist die Inflationsrate weiter hoch (akt. 4,5%). In den Wintermonaten droht die Teuerung angesichts kletternder Energiepreise wieder zu steigen. Zum anderen spricht die Verteilung des Geldvermögen dagegen. 41,8% stecken in Bargeld und Einlagen. 30,6% schlummern in Versicherungs- und Altersvorsorgesystemen. Nur 12,3% stecken in Investmentfonds, 12,6% in Aktien.

Die Kapitalströme deuten an, dass die Minimierung inflationsbedingter Verluste bei hoher Sicherheit für viele Deutsche derzeit aber Priorität hat. Oder - das wäre die pessimistischere Interpretation - ihnen der Unterschied zwischen nominaler und realer Rendite nicht bewusst ist. Denn im 2. Quartal schichteten sie 43 Mrd. Euro in Termineinlagen (Festgelder) um. Auch Schuldverschreibungen (Anleihen) wurden mit 21 Mrd. Euro stark angesteuert. Bei beiden gibt es inzwischen wieder Zinsen, die weit über dem Niveau der Vorjahre liegen. Die Inflationsrate können sie nicht ausgleichen.

Privathaushalte meiden Aktien

Wer Renditen oberhalb der Teuerungsrate erwirtschaften will, muss dafür höhere Risiken eingehen. Aktien sind hierfür das probateste Mittel. Darin investierten die privaten Haushalte im 2. Quartal aber nur 1 Mrd. Euro. Das ist der niedrigste Wert seit 2016. Ohne Aktien lassen sich reale Vermögensverluste allerdings bestenfalls begrenzen.

Fazit: Wer gegenwärtig Realrenditen will, muss dafür ins Risiko gehen. Im FUCHS-Geldanlagebuch 2024 erfahren Sie, dass dafür mindestens 50% des Vermögens gegenwärtig in Aktien investiert sein sollten. Wenn Sie mehr zu dieser Renditerechnung und Anlagechancen erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen einen Blick ins Buch: https://www.fuchsbriefe.de/shop/geldanlage/business/anlagechancen-2024#pricebox
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