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Grünes Licht aus Washington

Siemens saniert das Stromnetz von Venezuela

Hochspannungsmast. © Tobias O. / panthermedia.net
Das jahrelang hart sanktionierte Venezuela wird mit Washingtons Segen politisch rehabilitiert. Passend dazu hat nun Siemens die Erlaubnis erhalten, das venezolanische Stromnetz zu renovieren.
Das US-Finanzministerium genehmigt Siemens wieder Geschäfte in Venezuela. Das deutsche Unternehmen wird von Caracas beauftragt das Stromnetz des lateinamerikanischen Landes zu renovieren. Die Regierung will bis 2025 eine Strommenge von 9.000 Megawatt zurückgewinnen. Die Erzeugungskapazitäten dafür sind vorhanden. Aufgrund der jahrelang harten Sanktionen, ist das Stromnetz allerdings in einem maroden Zustand. Stromausfälle stehen an der Tagesordnung. Mit einem Maßnahmenpaket im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar will Venezuela das Stromnetz stabilisieren.

Venezuela wird seit diesem Jahr im Eiltempo wieder politisch rehabilitiert (FB vom 21.04.2022). Im Zuge der steigenden Ölpreise wollen vor allem die US-amerikanischen Unternehmen die enormen und günstig zu fördernden Ölvorräte Venezuelas anzapfen. Auch europäische Öl-Unternehmen haben neue Lizenzen ausgehandelt. Die Genehmigung für Siemens reiht sich ein in eine Reihe von Sanktionslockerungen, die ungeachtet der weiterhin regiereden sozialistischen Diktatur erlassen werden. Mit dem Nachbar Kolumbien wurden nun wieder neue Handelsbeziehungen aufgenommen (FD vom 05.08.2022). In diesem Jahr wird Venezuela ein BIP-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erreichen.

Fazit: Ein deutsches Unternehmen muss sich an die US-Administration wenden, um Geschäfte in Venezuela machen dürfen. Das spricht Bände darüber, nach wem sich hiesige Unternehmen im Außenhandel zu richten haben.
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