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Ratingagentur stuft US-Kreditwürdigkeit ab

Fitch löst Gewinnmitnahmen aus

Gesicht der Freiheitsstatue, roter Filter und Hintergrund. © rarrarorro / Getty Images / iStock
Die Rating-Abstufung der USA durch die Rating-Agentur Fitch lässt den Anleihemarkt kalt. Das ist für FUCHS-Kapital ein wichtiges Signal. Ernsthafte Konsequenzen fürchten die Investoren offenbar nicht. Das hilft uns bei der Einordnung der jüngst fallenden Aktienkurse. Die Frage ist: Besteht für Anleger jetzt Grund zur Sorge?
Die Abstufung der der US-Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Fitch ist offenbar ein willkommener Anlass, um Gewinne aus dem ersten Börsenhalbjahr zu realisieren. So jedenfalls werten wir die Reaktion der Märkte. Denn auffällig ist: Die Aktienkurse sind zwar ein Stück ins Rutschen geraten. An den Anleihemärkten hat der Downgrade von AAA auf AA+ keinerlei Reaktion ausgelöst. 

Abstufung lässt Anleihemarkt kalt

Den Kreditmarkt lässt die US-Abstufung derzeit offenbar kalt. Dabei wäre gerade am Anleihemarkt ein Renditeanstieg wahrscheinlich gewesen, wenn sich die Investoren Sorgen wegen des Downgrades machen würden. Das scheint nicht der Fall zu sein. Die US-Kreditgeber sehen die Abwertung des Ratings zwar als Schuss vor den Bug, erwarten aber nicht, dass es darum zu einem Ausverkauf bei Anlehen und folglich einem starken Zinsanstieg für die Schuldennation USA kommen wird.

Die jüngste Aktien-Euphorie der Anleger hat dennoch eine kalte Dusche von Fitch bekommen. Die Ratingagentur weist mit ihrem Downgrade auf ein strukturelles Problem der USA hin (FD vom 07.07.). Der hat die Freude über den absehbaren Zinsgipfel in den USA neutralisiert. Die Zins-Erwartung hat sich dagegen nicht verändert. 82% der Investoren gehen weiter davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen im September nicht weiter erhöhen wird. Auch die Erwartung, dass die US-Konjunktur weiter robust läuft, ist konstant. 

Aktienumfeld bleibt strukturell positiv

Für Aktien bleibt das Umfeld dagegen strukturell positiv. Liquidität wird absehbar nicht teurer, das Zinsniveau dürfte sich auf dem aktuellen Level einpendeln. Die US-Unternehmen machen weiterhin gute Geschäfte und Gewinne und können Preiserhöhungen durchsetzen. Die US-Verbraucher sind nicht konsum-müde. Das Verbrauchervertrauen steigt sogar an. Das passt zur geringen Arbeitslosigkeit.   

Fazit: Der US-Downgrade ist ein Anlass, nach dem ersten starken Halbjahr (+15% im DAX) Gewinne zu realisieren. Die Börsen haben aus taktischer Sicht einige Luft nach unten. Der DAX könnte im Rahmen einer normalen Korrektur auf 15.500 Punkte fallen, der Dow auf 34.300 Zähler. Grund zur Unruhe sehen wir nicht. Warten Sie die Korrektur entspannt ab.

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