Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2327
Ukraine und Australien liefern mehr als gedacht

Weizenernte fällt besser aus als erwartet

Weizen © Petra Reinartz / Fotolia
Die zu Beginn des Ukraine-Kriegs befürchtete Weizenknappheit bleibt aus. Das zeigen die neuesten Daten des Internationalen Getreiderats. Dennoch gibt es Gründe, warum die Preise bald wieder steigen könnten.

Die Angebotssituation beim wichtigen Agrarrohstoff Weizen entspannt sich weiter. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat letzte Woche Donnerstag neue Prognosen zu den Getreidemärkten veröffentlicht. Dabei wurde die globale Weizenernte 2022/23 um fünf Millionen Tonnen auf 796 Millionen Tonnen nach oben revidiert. Insgesamt dürfte die Weizenernte damit um 15 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr auf ein neues Rekordniveau steigen. 

Vor allem eine Anhebung der Ernteprognosen für die Ukraine und Australien um knapp vier Millionen bzw. gut drei Millionen Tonnen wirkt sich positiv auf die Erntemenge aus. Dem standen nur leichte Abwärtsrevisionen der Ernten in Argentinien und Kanada gegenüber. Da der weltweite Weizenverbrauch ebenfalls rund 5 Millionen Tonnen höher als bislang erwartet ausfallen dürfte, bleibt es unter dem Strich bei einem Angebotsüberschuss von sieben Millionen Tonnen. Zum Ende des Erntejahres dürften damit die weltweiten Lagerbestände auf 281 Millionen Tonnen steigen. Der Lageraufbau findet dabei ausschließlich in den wichtigsten Exportländern statt. Dort dürften die Lagerbestände Ende 2022/23 bei 65 Millionen Tonnen liegen.

Nächste Weizenernte soll schwächer ausfallen

Für das neue Erntejahr 2023/24 erwartet der IGC indes einen Rückgang der globalen Weizenernte auf 788 Millionen Tonnen. Dies dürfte bei einer kaum veränderten Anbaufläche auf insgesamt niedrigere Erträge zurückzuführen sein.

Beim Weizenpreis zeichnet inzwischen eine Bodenbildung ab. Mit aktuell rund 743 US-Cent je Scheffel handelt Weizen so tief, wie vor Beginn des Krieges in der Ukraine und knapp oberhalb des technisch wichten Unterstützungsniveaus um 725 US-Cent je Scheffel.

Fazit: Knapp oberhalb der 725-Cent-Marke wachsen die Chancen für einen Preisdreh nach oben. Mit einem ungehebelten Weizen-ETC (Beispiel ISIN: GB 00B 15K Y76 5) können Anleger von steigenden Weizenpreisen profitieren.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Südwestbank AG in der Ausschreibung

Die Südwestbank bleibt bei ihrem Angebot für die Stiftung Fliege im Ansatz stecken

©Thumb: Verlag Fuchsbriefe
Die Südwestbank AG sieht es als gute Tradition an, das bürgerliche Engagement ihrer Kunden zu begleiten, ihnen beratend oder auch tatkräftig zur Seite zu stehen. Insgesamt betreut sie über 100 Stiftungen, die ihr Leistungsspektrum unterschiedlich stark nutzen. So wickeln einzelne Stiftungen nur ihren Zahlungsverkehr über die Bank ab, bei anderen übernimmt sie die Vermögensverwaltung. Insgesamt betreut die Bank 114 Millionen Euro Stiftungsvermögen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Capitell Vermögens-Management AG in der Ausschreibung

Capitell geht nicht den letzten Meter

Thumb zu Stiftungsvermögen 2024. © Verlag Fuchsbriefe mit envato elements
Capitell ist ohne Zweifel ein erfahrener Stiftungsmanager, der von sich behauptet, die Besonderheiten von Stiftungen zu verstehen. Man begleite sie nicht nur seit der Gründung des Vermögensverwalters im Jahr 2000, sondern habe etliche Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich in Stiftungen engagieren. Dieser Blick von zwei Seiten kann ein Plus für die Stiftung Fliege sein, die einen neuen Vermögensverwalter für ihr Stiftungsvermögen sucht. Hält dieser Bonus der Realität stand?
  • Stiftungsvermögen, Private Banking Depot, Vermögensverwaltende Fonds – Ralf Vielhaber und Philipp Heinrich analysieren in ihrem Vlog

Die Ergebnisse der besten Vermögensverwalter im Jahr 2023

Gemischtes Bild bei den Erfolgen der Vermögensverwalter in der Auswertung der Performance-Projekte der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz . ©Verlag Fuchsbriefe
Soll ich meine Geldanlage an einen Vermögensverwalter geben oder das doch lieber selbst, relativ einfach per ETF machen? Diese Frage stellen sich immer mehr Vermögende, Anleger und Sparer. Eines der wichtigsten Kriterien ist aber für viele die Performance einer Vermögensanlage – sprich die Rendite und – was oft vergessen wird – auch das Risiko einer Anlage. Und genau das schaut sich die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz in den Performance-Projekten an.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EU-Förderprogramm: Wasserstoff ab Ende der Zwanziger verfügbar

EU legt Grundstein für Wasserstoff-Wirtschaft

Die EU hat den Grundstein für die entstehende Wasserstoff-Wirtschaft in Europa gelegt. Ein milliardenschweres Förderprogramm für die H2-Infrastruktur wurde beschlossen. Deutschland ist der Hauptprofiteur des Programms. FUCHSBRIEFE haben sich das Programm Hy2Infra näher angesehen.
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 22.02.24

Henkel-Aktie vor Ausbruch aus Dreieck

Technisch orientierte Anleger richten ihren Blick auf die Vorzugsaktie der Henkel AG + Co KGaA. Der Kurs des Konsumgüterherstellers bewegt sich im übergeordneten Chartbild in ein spitz zulaufendes Dreieck hinein. Üblicherweise führt das oft zu einem starken Ausbruch. FUCHS-Kapital hat eine Vermutung, wohin die Reise geht.
  • Fuchs plus
  • Steuerfreie Sonn- und Feiertagszuschläge nutzen

Berechnung des Grundlohns ist entscheidend

Wer regelmäßig an Sonn- und Feiertagen arbeitet oder Schichtzuschläge bekommt, sollte ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) kennen. Der hat jetzt entschieden, auf welcher Lohnbasis die steuerfreien Zuschläge berechnet werden.
Zum Seitenanfang