Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
3128
Nordeuropa profitiert, Osteuropa hat die größten Nachteile

CO2-Preis spaltet Wirtschaft in Europa

Ein rauchendes Kraftwerk. Copyright: Pixabay
Steigende CO2-Preise treffen die Wirtschaft der EU-Staaten sehr unterschiedlich. Das zeigt eine Studie des IfW. Demnach können einige kleinere Länder bei höheren CO2-Preisen sogar mit einem Wachstum rechnen. Deutschland müsste mit leichten BIP-Rückgängen rechnen. Die großen Verlierer wären die Länder Osteuropas.

Steigende CO2-Kosten wird die wirtschaftliche Kluft zwischen West- und Osteuropa vertiefen. Das zeigen Berechnungen des IfW, Institut für Weltwirtschaft, Kiel. Demnach wird bei einem um 44 Euro (entspricht 50 USD nach aktuellem Kurs) gestiegenen CO2-Preis das BIP der Länder Zypern um 0,18%, in Belgien um 0,18%, den Niederlande um 0,16% und Irland um 0,12% steigen.

Besonders profitieren Länder, deren Wirtschaft stark auf Dienstleistungen beruhen

Diese Länder profitieren davon, dass ihre Wirtschaft vor allen Dingen auf Dienstleistungen beruht. Sie stößt deshalb wenig CO2 aus. In geringem Maß würden Schweden (+0,04%) und Finnland (+0,08%) profitieren, die schon länger CO2-Preise eingeführt haben und deren Wirtschaft daher schon recht emissionsarm ist. Deutschland muss mit geringen BIP-Verlusten rechnen (-0,017%).

Die Wirtschaft Osteuropas wird schrumpfen

Die großen Verlierer sind die Staaten Osteuropas. Sie werden versuchen, sich höhere Emissionsminderungen politisch abkaufen zu lassen. Stärkere Rücknahmen von CO2-Zertifikaten wurden in der EU immer wieder diskutiert, um die Preise zu erhöhen und die Emissionen schneller zu senken. Lettland müsste mit einem BIP-Rückgang um 0,52% die höchsten Wirtschaftseinbußen durch einen um 44 Euro gestiegenen CO2-Preis hinnehmen. Es folgen Polen (-0,36%), Bulgarien (-0,30%), die Tschechische Republik (-0,24%) und Ungarn (-0,24%). Bei um mehr als 44 Euro steigenden Preisen sinkt das BIP noch stärker.

Fazit: Die Osteuropäer in der EU werden mit den steigenden CO2-Preisen am meisten verlieren. Daher werden sie sich höhere Emissionsziele in einem Kuhhandel gegen andere Vorteile abkaufen lassen.

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Monitoring bestätigt positiven Eindruck zu VZ VermögensZentrum

VZ setzt auf klare Regeln und maximale Kontrolle

Illustriert mit ChatGPT
Das VZ VermögensZentrum liefert im TRUSTED WEALTH MANAGER 2026 eine disziplinierte Selbstauskunft. Keine Verfahren, keine relevanten Beschwerden und klar geregelte Prozesse prägen das Bild. Auffällig ist der stringente Umgang mit Konflikten: Beschwerden sind Chefsache. Das Ergebnis ist ein konsistenter Auftritt, der Vertrauen über Struktur und Kontrolle definiert.
  • Fuchs plus
  • Rekord-Preissteigerungen in Chicago

Weizen: Ernteprognose schockt Händler

© Elenathewise / fotolia.com
Die Weizen-Futures an der Chicago Board of Trade erlebten einen dramatischen Anstieg. Die US-Weizenernte 2026 wird deutlich niedriger ausfallen. Auch für die weltweite Ernte gibt es düstere Produktionsprognosen.
  • Fuchs plus
  • Der Preis für Sojabohnen zieht kräftig an

Sojabohnen im Rallye-Modus

picture alliance / Zoonar | Olena Mykhaylova
Der Preis für Sojabohnen steigt rasant und nähert sich einem neuen Jahreshoch. In nur einem Monat ist der Sojabohnen-Future an der Chicago Board of Trade um fast 8% auf 12,29 US-Dollar je Scheffel gestiegen. Was steckt dahinter und wohin kann das führen?
Zum Seitenanfang