Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
997
Die Meinung der Anderen im Oktober 2018

HSH sieht US-Rezession am Horizont heraufziehen

Die Devisen-Prognose der HSH Nordbank sieht eine inverse Zinskurve voraus. Copyright: Picture Alliance
Die von uns konsultierten Banken behalten ihre Prognosen aus dem Vormonat weitestgehend bei. Die im Panel nicht mehr regelmäßig vertretene HSH Nordbank liefert den bemerkenswertesten Prognose-Beitrag.

Die USA werden 2020 eine milde Rezession erleben. Die im Panel nicht mehr regelmäßig vertretene HSH Nordbank liefert damit den aktuell bemerkenswertesten Prognose-Beitrag. Per September 2019 steht demnach der US-3-Monats-Zinssatz bei 3,5%, die 10-jährigen Treasury-Bonds bei 3,35%. Das bedeutet: inverse Zinsstruktur, ein sicheres Zeichen für eine anstehende Rezession, also mindestens zwei aufeinanderfolgende Quartale Wachstumsrückgang.

Die Commerzbank geht davon aus, dass die zwischenzeitliche Aufwertung des Euro ein Ende gefunden hat. Von April 2017 bis August 2017 wertete der Euro gegenüber den Währungen von 19 wichtigen Handelspartnern um 7% auf. In der Vergangenheit habe eine derartige Aufwertung in der Regel deutliche Bremspuren bei der Konjunktur hinterlassen, heißt es. Für den Dollar weisen die Volkswirte auf eine Prognoseschwierigkeit hin. Nach zwei weiteren Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte in 2019 werde die Fed „den Autopilot abschalten und ihre Geldpolitik stärker auf Sicht steuern". Die Konjunkturdaten würden dann auf den Märkten stärker in den Mittelpunkt rücken.

Brexit und Italien werden aufmerksam beobachtet

Ansonsten behalten die von uns konsultierten Banken ihre Prognosen unverändert bei. Abweichungen in den Zahlen ergeben sich daraus, dass der Prognosezeitpunkt einen Monat nach vorn gerollt ist. Berenberg bleiben bei ihrer Einschätzung, dass sich der Euro erholt. Voraussetzung ist, dass zuvor die (politischen) Störfeuer verschwinden oder ihre Bedeutung für die Märkte verlieren. Für Bewegung an den Märkten könnten Italien (Budget) und etwaige Neuigkeiten zum Brexit sorgen.

Aus der monatlichen Ausschusssitzung der LBBW erfahren wir, dass im nächsten Monat voraussichtlich Prognoseänderungen anstehen. Bei Deutsche Bank, Goldman Sachs und UBS zeigen sich keine Prognose-Veränderungen. Auf die aktuelle Entwicklung in Italien – das Land reißt die Budget-Vorgaben – konnte noch kein Haus aktuell reagieren.

fd180928_2+3

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Berenberg

Commerzbank

Deutsche Bank

Goldman Sachs

LBBW

UBS

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

* per Jahresende 2019
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,17

1,17

1,16

1,16

1,17

1,17

1,20

1,20

1,14

1,14

1,20

1,20

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,30

-

-

10 J Anleihen

0,50

0,50

0,60

0,50

0,60

0,60

0,90

0,90

0,60

0,60

-

-

USD

JPY

114

113

106

106

105

105

110

110

116

116

114

114

3 Monatszins

2,3

2,30

2,75

2,75

-

-

-

-

2,60

2,60

-

-

10 J Anleihen

3,10

3,10

3,15

2,90

3,25

3,25

3,10

3,10

3,00

3,00

-

-

JPY

EUR

133

132

123

123

122,85

122,85

132

132

132

132

137,8

137,8

3 Monatszins

0,10

0,10

-0,1

0,0

-

-

-

-

-0,10

-0,10

-

-

10 J Anleihen

0,15

0,15

0,20

0,10

-

-

0,10

0,10

0,00

0,00

-

-

auf 12 Monate

EUR

USD

1,23

1,22

1,23

1,23

1,25

1,25

1,30

1,30

1,16

1,16

1,30*

1,30*

3 Monatszins

0,00

0,00

-0,20

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,30

-

-

10 J Anleihen

1,20

1,10

0,90

0,85

1,05

1,05

1,20

1,20

1,00

1,00

-

-

USD

JPY

117

117

99

99

99

99

115

115

119

119

111*

111*

3 Monatszins

3,1

2,90

3,05

3,05

-

-

-

-

3,25

3,25

-

-

10 J Anleihen

3,40

3,30

3,20

3,15

3,60

3,60

3,40

3,40

3,25

3,25

-

-

JPY

EUR

144

143

122

122

123,75

123,75

149,5

149,5

138

138

144,3*

144,3*

3 Monatszins

0,10

0,10

-0,1

0,0

-

-

-

-

0,00

0,00

-

-

10 J Anleihen

0,25

0,25

0,18

0,10

-

-

0,20

0,20

0,10

0,10

-

-

Fazit: Der kommende Monat dürfte deutlichere Verschiebungen in den Prognosewerten bringen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Höhe der Mahngebühr richtet sich nur nach dem Aufwand

BGH begrenzt Mahngebühren

Wer seine Rechnung zu spät bezahlt, wird zur Kasse gebeten. Aber wie hoch dürfen die Mahngebühren eigentlich sein, die ein Unternehmen berechnet?
  • Fuchs plus
  • Innovation aus dem Fraunhofer-Labor

Essbare Autositze

Das Fraunhofer ICT-Institut in Pfinztal hat ein hochfestes Bioplastik entwickelt, das eine Festigkeit wie Polyamid aufweist, aber günstiger ist. Der Verbundwerkstoff besteht aus einem Kunststoff und darin eingebettete Fasern, die beide aus PLA bestehen...
  • Fuchs plus
  • Die SPD zerstört die Reste an Glaubwürdigkeit der Parteien

Großer Flurschaden

GroKo forever – auch unter dem neuen Führungsduo Esken/Walter-Borjans. Nun will keiner vom sofortigen oder baldigen Ausstieg aus der Regierungskoalition gesprochen haben. Das neuen Spitzenduo der SPD schießt gerade nicht nur sich selber ins Knie.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Südafrika

Kurz vor Junk-Status

Zwei Rating-Agenturen haben ihren Daumen schon für Südafrika gesenkt. Nun droht auch die dritte Ratingagentur, die Kap-Republik auf den Status "Ramsch" abzustufen. Der Rand ist somit extrem risikobehaftet.
  • Fuchs plus
  • Yen

Konjunkturprogramm auf Kredit

Der Yen stand nach der Mehrwertsteuererhöhung in Nippon unter Druck. Nun steuert die Regierung wieder mit einem kreditfinanzierten milliardenschweren Konjunkturprogramm gegen. Das wird sich auf den Yen auswirken.
  • Fuchs plus
  • USD

Damoklesschwert Zollkonflikt

Die kurzfristige Kursentwicklung des US-Dollar hängt entscheidend davon ab, ob es in der nächsten Verhandlungsrunde zwischen den USA und China zu konkreten Einigungen kommt. Ist das nicht der Fall, dürfte der Greenback noch vor dem Jahresende deutlich abwerten. Als Anlagewährung bleibt er dennoch interessant - bei bestimmten Papieren.
Zum Seitenanfang