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Fed und EZB suchen ihren Kurs

Märkte zaudern wegen geldpolitischer Wende

Fed und EZB suchen ihren Kurs. Copyright: Picture Alliance
Die Notenbanken zögern ihre geldpolitischen Wenden hinaus und die Inflation zieht weiter an. Die Unsicherheit über die Zinspolitik lässt die Finanzmärkte gerade fast ruhig und abwartend verharren. Im großen und ganzen läuft alles noch in ruhigen Bahnen. Aber im kleinen deuten sich eben doch größere Veränderungen an.
Die Notenbanken bleiben die "Market-Maker" - aber es wird immer offensichtlicher, wie sich die US-Fed durch den Sommer laviert. Dabei moderiert sie ganz feinsinnig ihre geldpolitische Wende weiter und wird sie auf den Jahreswechsel vorziehen. Wir haben diese Perspektive schon geraume Zeit, klar ablesbar auch in unserer Tabelle. So rechnen wir mit einem deutlichen Anziehen der 3-Monatszinsen in den USA von derzeit praktisch Null auf 0,25% zum Jahreswechsel. 

Beim wichtigsten Wechselkurs EUR|USD rechnen wir weiterhin mit einer stabilen Bandbreite zwischen 1,17 und 1,25 EUR|USD. Diese beiden Leitplanken sind schon geraume Zeit stabil, wurden immer mal wieder angelaufen, haben aber auch immer wieder zum Richtungswechsel des Währungspaares geführt. Wir gehen davon aus, dass diese auch so bleibt. In dieser Bandbreite ist es gut möglich, die unterschiedlichen Notenbank-Aktionen in den USA und Europa zu "fairen Konditionen" einzupreisen.

Wechselspiel der Geldhüter

Am Forex-Markt wird derzeit stets die Positionierung der Geldhüter zur Inflation abgeglichen. Zunächst hatte die EZB ihre lockere Haltung gegen den Widerstand von BuBa-Chef Jens Weidmann bekräftigt. Das drückte den Euro auf 1,17 zum Dollar, der Greenback hatte den Vorteil der Spekulation einer klareren Fed-Prognose. Die wurde nun nicht so klar vermittelt, wie der Markt eventuell gehofft hatte. Ergo fällt der Dollar wieder zurück, das Momentum ist auf Euro-Seite.

Richtig stark kann der Euro mit 3,8% Inflation im Rücken (in D.) aber auch nicht werden. Denn das wird die EZB nicht lange durchhalten, sich das völlig reglos anzusehen. Also werden wieder Spekulationen hochkochen, wann die EZB ihre Wende zu moderieren beginnt. Das wird den Euro dann wieder im Zaum halten.

Franken mit klarer Aufwärtsperspektive

Ein Profiteur der anziehenden Inflation und noch "toter Mann" spielenden europäischen Geldhüter ist der Franken. Wir hatten hier bereits das klare Bild, dass die Währung der Eidgenossen gegenüber dem Euro im Trend ansteigen wird. Auf Sicht von 12 Monaten sehen wir den Franken auch weiterhin bei Kursen bis zu 1,05 EUR|CHF. Allerdings gehen wir jetzt von einer etwas geringeren Prognose-Unsicherheit hinsichtlich der Franken-Stärke aus. Darum engen wir die Bandbreite für EUR|CHF ab dem Jahreswechsel auf der Franken-Unterseite auf 1,08 EUR|CHF etwas ein.

Fazit: An den Märkten deutet sich die US-Zinswende immer klarer an. Die Entwicklungen der Währungen hängen davon ab, wann wie klar wird, ob und wann die Geldhüter der Inflationsentwicklung angemessen "beidrehen". So lange wird das Währungsumfeld volatil bleiben. Klare Stärke gibt es in sicheren Anlagen wie Franken, aber auch Fluchthäfen wie Kryptowährungen und Edelmmetallen.

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