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Die Meinung der Anderen im August 2018

Neuzugänge im Panel

In der Rubrik «Meinung der Anderen» werden wir ab sofort die Meinung zwei neuer Banken heranziehen. Auf Jahressicht ist die Prognose für den Euro bei allen eindeutig. Nur eine Bank schert aus der Reihe aus.

Unser Panel hat zwei Neuzugänge: die Landesbank Baden-Württemberg LBBW und Berenberg. Herausgefallen sind HSH Nordbank sowie SEB. Ausschlaggebend waren Aktualitäts- und Qualitätsgründe des zur Verfügung stehenden Datenmaterials sowie die Bedeutung der jeweiligen Häuser und ihres Researchs am Markt.

Das volkswirtschaftliche Team von Berenberg hat seine Prognose gegenüber dem Vormonat nicht geändert. Die Bank erwartet für den weiteren Jahresverlauf ein Wiederanziehen der europäischen Konjunktur. Außerdem dürfte die Aufmerksamkeit der Märkte für den Handelskonflikt abnehmen. Damit könnte sich der Eurokurs Richtung Jahresende wieder auf die Marke von 1,20 US-Dollar je Euro zubewegen. Unterstützt wird der positive Euro-Ausblick der Privatbank durch etwas stärker steigende Zinsen im Euroraum, u.a. weil die EZB-Anleihekäufe reduziert bzw. 2019 eingestellt werden.

Die LBBW bricht aus der Reihe heraus

Die LBBW glaubt nicht, dass die politischen Eskapaden Donald Trumps zu „nachhaltigeren Kursausschlägen an Aktien,- Devisen- oder Rohstoffmärkten führen". Die Fed werde beim eingeschlagenen Zinserhöhungskurs beiben. Zwar sieht die LBBW eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Dynamik im Euroraum. Aber gleichzeitig „Raum für neuen Optimismus", aufgrund der Entspannungssignale im Handelsstreit mit Washington. Im Ergebnis sehen die Baden-Württemberger den Dollar zum Euro auf 3 und 12 Monate etwas stärker als Berenberg. In allen anderen Daten liegen beide Häuser recht nahe beieinander

Die auffälligsten Diskrepanzen in den Prognosen ergeben sich damit bei den Erwartungen für den 10-Jährigen Anleihen. Goldman Sachs haben hier immer noch 0,90% auf 3 Monate im Prognosetableau stehen. Die DB hat dagegen auf 0,60 angepasst. Berenberg und Co-Bank setzen Werte um 0,50% an. Beim Währungspaar EUR|JPY sehen wir Unterschiede von 10 Eurocent auf 12 Monate. Die Prognosen liegen hier zwischen 123,75 Yen je Euro (DB) bis hin zu 149,5 bei Goldman Sachs.

fd180803_2+3

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Commerzbank

Deutsche Bank

Goldman Sachs

LBBW

Berenberg

UBS

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

* per Jahresende 2019
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,16

1,16

1,17

-

1,20

1,20

1,14

1,19

1,19

1,20

1,25

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,40

-0,40

-

-

10 J Anleihen

0,50

0,50

0,60

0,90

0,90

0,90

0,60

0,50

0,50

-

-

USD

JPY

115

110

105

-

110

110

116

113

113

114

110

3 Monatszins

2,75

2,55

-

-

-

-

2,60

2,2

2,2

-

-

10 J Anleihen

2,90

2,90

3,25

3,50

3,10

3,10

3,00

3,10

3,10

-

-

JPY

EUR

133

128

122,85

-

132

132

132

134

134

137,8

137,5

3 Monatszins

0,0

0,0

-

-

-

-

-0,10

-

-0,15

-0,15

 

 

10 J Anleihen

0,10

0,05

-

-

0,10

0,10

0,00

-

0,15

0,15

 

 

auf 12 Monate*

EUR

USD

1,23

1,20

1,25

1,28

1,30

1,30

1,16

1,22

1,22

1,30*

1,30

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,15

-0,15

-

-

10 J Anleihen

0,85

0,85

1,05

1,25

1,20

1,20

1,00

1,10

1,10

 

 

USD

JPY

118

117

99

105

115

115

119

117

117

111*

108

3 Monatszins

3,05

3,05

-

-

-

-

3,25

2,6

2,6

-

-

10 J Anleihen

3,15

3,15

3,60

3,60

3,40

3,40

3,25

3,30

3,30

 

 

JPY

EUR

145

140

123,75

-

149,5

149,5

138

143

143

144,3*

140

3 Monatszins

0,0

0,0

-

-

-

-

0,00

-

-0,1

-0,1

-

-

10 J Anleihen

0,10

0,10

-

-

0,20

0,20

0,10

-

0,25

0,25

-

-

Fazit: Vor allem die Deutsche Bank trägt mir ihren jüngsten Anpassungen im Tableau der Konjunkturschwäche im Euroraum Rechnung. Auf Jahressicht sehen alle Häuser bis auf die LBBW einen wieder erstarkenden Euro.

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