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Europas Wettbewerbsfähigkeit sinkt

USA ziehen neue Milliarden an

Eine EU-Fahne und eine US-Fahne wehen auf einer noch nicht fertig aufgebauten Achterbahn. © Henrik Josef Boerger / dpa / picture-alliance
Die aggressive Industriepolitik der USA zeigt Wirkung. Etliche Unternehmen haben neue Investitionen in Milliarden-Volumina angekündigt. Parallel dazu rutscht Deutschland in die technische Rezession - und die Wettbewerbsfähigkeit sinkt weiter. Diese Konstellation wirkt auf die Währungen zurück.
Die wirtschaftlichen Gewichte zwischen den USA und Europa, voran Deutschland, verschieben sich - zugunsten der USA. Zwar wird in Washington über die Anhebung der Schuldengrenze gestritten. FUCHS erwartet aber weiterhin, dass es zu einem Kompromiss kommen wird (FK vom 26.05.). Dem Vernehmen nach soll jetzt sogar schon ein Kompromiss-Vorschlag diskutiert werden. 

Die wirtschaftliche Kontinentaldrift dürfte sich darum beschleunigen. Ist der Schuldenstreit in den USA beigelegt, gibt es neuen Handlungsspielraum. Der wird auch genutzt werden, weiter mit erheblichen Subventionen Unternehmen an den Standort USA zu ziehen. Diese Industriepolitik ist bereits erfolgreich. Etliche Unternehmen haben inzwischen Investitionen über mehrere hundert Milliarden US-Dollar angekündigt.

USA ziehen kurzfristig Kapital an

Wie stark sich die Wettbewerbsnachteile insbesondere der deutschen Wirtschaft inzwischen auswirken, hat das Abgleiten in die zunächst noch technische Rezession in Deutschland gezeigt. Auch im zweiten Quartal war das BIP-Wachstum negativ. FUCHS geht aber davon aus, dass es nicht bei einer technischen Rezession bleiben wird (FB vom 25.05.). Ganz frisch untermauert wird das vom eingebrochenen Ifo-Index. Der ist auf 91,7 Punkte gefallen (zuvor 93,4). Auftragseingänge und Einkaufsmanager-Indizes, aber auch das Verbrauchervertrauen weisen schon länger nach unten. Die wirtschaftspolitisch fixierten Rahmenbedingungen (z.B. Energiekosten) werden sich auch absehbar nicht verbessern. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verschlechtert sich somit relativ weiter.

Die paradoxe Folge ist, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro wieder kräftig Rückenwind hat. Obwohl das strukturelle Schuldenproblem auch den Greenback belastet, ist er kurzfristig in der Vorhand. Hinzu kommt, dass die Verschuldung auch in der Eurozone hoch ist und wächst und die Notenbank auf dem alten Kontinent keine stringente Geldpolitik betreibt. 

Fazit: Von der Verschuldungsseite her sind Euro und Dollar keine soliden Währungen mehr. Der Greenback hat aber den Vorteil der stärkeren Notenbank im Rücken. Zudem profitiert der USD strukturell von der aggressiveren Industriepolitik der USA. Strategisch sollten Vermögende dennoch stärker aus beiden Währungen heraus diversifizieren (FD vom 24.2.).
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