Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1299
Hoffnungsvolle Zahlen – nur nicht für Europa

Wachstums-Schwäche belastet Euro langfristig

Die Aussichten für den US-Dollar bleiben langfristig positiv. Der Euro kann dagegen seine Schwächephase nicht beenden. Darauf deuten immer mehr Prognosen führender Institute hin, die in diesen Tagen veröffentlicht werden.

Jüngst hat das Institut of International Finance als Research-Arm der Großbankenwelt eine optimistische Voraussage für das US-Wachstum getroffen. Mit 2,0% im nächsten Jahr liegt die Voraussage deutlich über der Bloomberg-Konsenserwartung von 1,0%. Für die USA sprechen zudem das Präsidentschaftswahljahr – in Wahljahren wird gewöhnlich nicht auf die Ausgaben-Bremse getreten – und die fortgeschrittene Notenbankpolitik, die für eine Weile Stabilität an der Zinsfront verspricht. Für Europa gilt das nicht.

Zwischenzeugnis: Die Fed schneidet besser ab als die EZB

Die Bank für Kirche und Caritas hat beiden Zentralbanken ein Zwischenzeugnis bei der Inflationsbekämpfung ausgestellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass in Europa noch einiges mehr zu tun ist: „Die Vereinigten Staaten befinden sich in Summe stärker auf Kurs heraus aus der Hochinflation, während für Europa die Risiken weiter erhöht sind. In beiden Währungsräumen bereitet die fiskalische Verantwortungslosigkeit Sorge.“ Letzterer ist zumindest durch den aktuellen Spruch des Bundesverfassungsgerichts zur Umwidmung des Corona-Sonderschuldentopfs für die Klimasanierung Einhalt geboten.

Sollte sich die US-Wirtschaft tatsächlich als so robust erweisen, werden im nächsten Jahr auch wieder anziehende Inflationsraten zu sehen sein. Damit würden die Zinsoptimisten, die bereits auf einen Zinsschritt in den USA nach unten einpreisen, auf dem falschen Fuß erwischt.

Düstere Voraussagen für Europa

Für Europa sind die Erwartungen derzeit einhellig düster. Das IIF taxiert sie sogar noch mal leicht nach unten, auf nur noch 0,6% Zuwachs der wirtschaftlichen Gesamtleistung in der Eurozone. Der Internationale Währungsfonds ging im Oktober noch vom Doppelten aus, der Bloomberg Konsens von +0,7%. 

Die europäische Wachstumsschwäche zeigt sich insbesondere im Vergleich zur Weltwirtschaft, die mit 2,9% nach 3,0% in diesem Jahr in etwa in der Größenordnung vor der Covid-Krise wachsen soll. China traut der IIF immerhin +4,8% zu. Das ist zu viel, um Deflationserwartungen zu hegen. Die Schwellenländer (EMMA) sollen mit 3,8% 2,7-mal so schnell wachsen wie die G3 (USA, Japan, Europa).

Fazit: Europa ist die derzeit wirtschaftlich gesehen die kranke Region der Welt und wird es „for the time being“ auch bleiben. Der relative Abstieg wird sich 2024 fortsetzen. Der Euro hat, nur technisches und kurzfristiges Potenzial nach oben.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bayerische Vermögen in der Ausschreibung

Die Bayerische Vermögen lässt zu viele Fragen offen

Thumb Stiftungsvermögen 2024. © Collage: verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envator elements
Die Bayerische Vermögen GmbH gibt sich selbstbewusst. “Wir schauen immer ganz genau hin. Deswegen sind wir in der Analyse und Bewertung von Finanzinstrumenten auch seit vielen Jahren ganz vorne dabei“, heißt es auf der Website. „Unsere Unabhängigkeit und Stärke geben uns den nötigen Spielraum, um den Markt aktiv mitzugestalten. Dabei bleiben wir bodenständig, kritisch und immer in Ihrer Reichweite.“ Der Leser ist gespannt, wie das Unternehmen die Wünsche der Stiftung Fliege umsetzt.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Editorial

BMW fährt auf Wasserstoff ab

BMW und Airbus verstärken ihre Bemühungen, Antriebslösungen mit Wasserstoff zu entwickeln. Der Autobauer aus Bayern setzt jetzt voll auf Wasserstoff, hat mit dem iX5 einen Pkw am Start, sieht dafür aber die aussichtsreichsten Märkte nicht in Deutschland oder Europa. Dennoch ist die Marschroute klar.
  • Fuchs plus
  • Nikola Motors

Produktion und Verkauf werden beschleunigt

Nikola steht weiter im Fokus der Anleger. Die Unsicherheit über den weiteren Verbleib an der Börse sind hoch. In seinem Kerngeschäft macht das Unternehmen aber weiter Fortschritte. Wir finden die fundamentalen Nachrichten ermutigend.
  • Fuchs plus
  • Cummins Engine

Fundamental stark, aber Aktie ausgereizt

Cummins Engine hat durch die Zahlung einer Strafgebühr einen langjährigen Rechtsstreit beendet. Das unrühmliche Kapitel ist damit geschlossen und das Unternehmen kann wieder nach vorn sehen. Und diese Perspektive ist gut.
Zum Seitenanfang