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Märkte contra EZB

Zinserwartungen schwächen den Euro

European Union and money. © DesignIt / Zoonar / picture alliance
Angesichts einer schwachen Konjunktur und fallender Inflationsraten glauben die Märkte inzwischen, dass die EZB schon im April ihre Zinsen senken wird. FUCHS-Devisen teilen diese Prognose nicht. Unser Szenario für den Euro ist anders.
Der Euro wird derzeit von einer Zins-Illusion geschwächt. Die Märkte glauben, dass die EZB bereits im April erste Zinssenkungen vornehmen werde. Sie begründen das mit der schwach laufenden Konjunktur. Im 3. Quartal legte das Wirtschaftswachstum der Eurozone im Jahresvergleich eine Nullrunde hin.

Mit ihrer Zinserwartung stehen die Märkte den Ankündigungen der EZB aber konträr entgegen. So erklärte Martins Kazaks, Gouverneur der Bank von Lettland, erst in dieser Woche, dass Zinssenkungen im 1. Halbjahr 2024 nicht erforderlich seien. Zuvor hatten sich auch EZB-Chefin Christine Lagarde und Bundesbankpräsident Joachim Nagel gegen Zinssenkungen ausgesprochen. Vor allem die Energiepreise und die Lohnentwicklung sind Inflationsrisiken.

Der Euro dürfte zur Gegenbewegung ansetzen

Dass der Euro sich von seinen Kursen um 1,10 von Ende November verabschiedet hat, haben FUCHS-Devisen aus technischen Erwägungen prognostiziert (FD vom 01.12.2023). Inzwischen sind EUR|USD sogar wieder unter 1,08 gefallen. Auf diesem Niveau würden wir wieder EUR|USD Long-Positionen öffnen oder aufstocken. Das geht z.B. mit einem Optionsschein (z.B. ISIN: DE 000 VP3 NZD 3).

Eine technische Gegenbewegung erwarten wir auch bei EUR|CHF. Das Paar ist auf 0,94 gefallen. Wir halten den Franken auf diesem Niveau für überbewertet. Mit einem Hebel-Zertifikat (z.B. ISIN: DE 000 UH3 0NS 0) können Anleger auf eine Gegenbewegung spekulieren.

Fazit: Die Zinssenkungserwartungen der Märkte für die Eurozone sind übertrieben. Wir erwarten kurzfristig technische Gegenbewegungen und mit Blick auf das kommende Halbjahr eine moderate Euro-Aufwertung.
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