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Fed, EZB und BoE erfüllen die Erwartungen

Devisen Euro Dollar Würfel. © picture alliance / Zoonar | DesignIt
Gleich mehrere Notenbankentscheidungen haben in dieser Woche die Märkte beschäftigt. Überraschungen gab es dabei kaum. Allerdings wurde deutlich, wie unsicher die Geldhüter über das weitere Vorgehen sind.
Mit unspektakulären - weil erwarteten - Zinsschritten setzten in dieser Woche Fed, EZB und die Bank of England ihren Kampf gegen die Inflation fort. Während die BoE ihren Zinserhöhungspfad beibehielt (+50 Basispunkte), verlangsamten Federal Reserve und EZB auf 25 und 50 Basispunkte zuvor 50 BP und 75 BP). 

An den Märkten sorgte keine der Entscheidungen für Aufsehen, das weitere Vorgehen rückt nun in den Mittelpunkt. Alle drei Notenbanken bekräftigten in ihren Statements, dass die Inflation noch nicht mal annähernd ihren Zielwert bei 2% erreicht hätte und es daher weitere Zinserhöhungen geben muss. Außerdem erteilte Fed-Chef Jerome Powell Zinssenkungen im Jahr 2023 eine Absage.

Weiter erhöhen, dann ausharren

Aus Sicht von FUCHS-Devisen werden die Notenbanken weiter erhöhen und dann ab Frühsommer pausieren. Angesichts der kleineren Schritte der Fed ist es da schon beinahe irrelevant, ob sie die Zinsen nur noch einmal oder noch zweimal um 25 Basispunkte erhöhen wird (wir schätzen mindestens zwei Mal). Auch die BoE dürfte den größten Teil ihres Weges hinter sich haben.

 Im EZB-Direktorium ist dem Vernehmen nach die Uneinigkeit über das weitere Vorgehen am größten. Angesichts der sich aber weiter aufbauenden Kerninflation, gehen wir von mindestens einem weiteren 50er-Schritt aus, bevor die EZB das Tempo verlangsamt. Verfestigt sich die Inflation, wonach es aktuell aussieht, wird es in der Eurozone mit zwei weiteren Schritten ohnehin nicht getan sein. Sie wird als letzte der drei angesprochenen Notenbanken pausieren.

Gute Aussichten für den Euro

Die Aufwärtsperspektive für den Euro bleibt damit vorerst bestehen. Zwar ist EUR|USD in diesem Jahr bereits gut gestiegen (akt. 1,09) und dürfte sich angesichts weiterhin bestehender Rezessionsrisiken volatiler entwickeln. Die auseinandergehende Politik von EZB und Fed begünstigen aber die Gemeinschaftswährung. In einer Einschätzung der Société Générale heißt es dazu, dass sich aber das Tempo des Euro-Aufschwungs verlangsamen dürfte. Stoppt die Fed die Zinserhöhungen schneller als von uns erwartet, ist eine kleine Euphorie-Hausse an den Aktien- und Devisenmärkten wahrscheinlich.

Fazit: Die geldpolitischen Zeichen stehen auf Verlangsamung. Nehmen die Zweitrundeneffekte bei der Inflation allerdings zu, könnte die Zinsanhebungsphase sich länger strecken, als aktuell erwartet,
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