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Chancen und Risiken für Deutschlands Wasser-Unternehmen ungleich verteilt

Maritime Wirtschaft hart umweht

Chancen und Risiken für Deutschlands Wasser-Unternehmen ungleich verteilt. Copyright: Pexels
Auf Deutschlands Gewässern werden jährlich 50 Mrd. Euro umgesetzt. Egal ob in Wilhelmshaven, auf dem Rhein oder an den Ostsee-Stränden – überall ist Leben und Arbeit. Doch die maritime Wirtschaft ist im Wandel begriffen, bei dem es etlicher Verlierer geben wird.

Die maritime Wirtschaft in Deutschland steht vor einschneidenden Veränderungen, die mehr Verlierer als Sieger kennen werden. Weniger Hafen-Gütervolumen, weniger Schiffbau, mehr Ökologie, das sind Trends, die der vom BMWi beauftragte Report „Maritime Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland“ zeichnet.

Die Hafengesellschaften in Hamburg, Rostock und Co. kommen unter immer stärkeren Konkurrenzdruck. Hauptkonkurrent ist das ferne China. Durch die neue Seidenstraße verlagern sich Warenströme vom Schiff auf die Schiene. Zudem macht sich das Reich der Mitte unabhängiger von den teuren Frachthäfen Deutschlands. Dass chinesische Investoren eigene Häfen in Südeuropa kaufen, ist schon länger bekannt.

Ungebrochenes Werften-Sterben

Das Werften-Sterben geht weiter; ein Ende des seit den 2000er Jahren andauernden Strukturwandels ist noch immer nicht in Sicht. Während zur Jahrtausendwende 10% der Container-Riesen aus den Werken der MV Werft, Meyer Werft und Co. kamen, liegt der Anteil mittlerweile bei 0. Die Marktführer sind Südkorea und China. Lediglich bei Passagierschiffen zeigen sich die Marktanteile der deutschen Schiffbauer bisher robust. Nach starken Corona-Auftragseinbrüchen ist diese Stellung mehr als wackelig.

Ökologie und Regulierungen belasten die Fischerei und die Kreuzfahrtbranche. Die Fangquoten gehen zurück, der Fisch-Hunger der Deutschen ebenso. Auch die Kreuzfahrer leiden unter ihrem schlechten Image als Umwelt-Verschmutzer – von den Corona-Folgen mal ganz zu schweigen.

Stark im Zulieferer-Geschäft

Chancen der maritimen Wirtschaft liegen im Zulieferergeschäft. Denn die konventionelle Schifffahrt ist „schmutzig“ – das ändert sich gerade. Dafür braucht es Motoren, Elektronik, Öko-Stahl, Wasserstoff-Lösungen; ein Boom-Markt, in dem Deutschland eine hervorragende Marktstellung hat. 2.500 Zulieferer gibt es hierzulande, die meisten fernab vom Meer, nämlich in Baden-Württemberg und Bayern.

Auch der Bereich Offshore-Windenergie ist ein Wachstumsmarkt. Europäische Kooperationen werden gezielt angestoßen und ausgebaut (vgl. FB vom 5.10.20). Verschiebungen gibt es hier bei den Produzenten. Anbieter aus China gehen dazu über immer öfter Komplettpakete mit Wartungsservice günstig anzubieten.

Fazit: Die maritime Wirtschaft steht vor einschneidenden Veränderungen mit einem asymmetrischen Chance-Risiko-Profil.

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