Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2178
Rahmenbedingungen werden schlechter

Deutsche Unternehmer hadern mit dem Staat

© Torsten Sukrow / SULUPRESS.DE / picture alliance
Der deutsche Mittelstand verliert nach und nach das Vertrauen in die Politik. Das ist ein wesentlicher Befund, der aus der "Diagnose Mittelstand" der Sparkassen hervorgeht. FUCHSBRIEFE haben sich in die Diagnose vertieft und zeichnen ein Stimmungsbild.
Der deutschen Mittelstand verliert zusehends die Zuversicht in den Staat. Die KMU selbst wirtschaften und haushalten solide, hadern aber immer stärker mit den sich verschlechternden Rahmenbedingungen. Denn deren Gestaltung hat der Mittelstand nicht in der Hand. 

Unternehmer verlieren das Vertrauen in die Politik

Das Problem ist: Die deutschen Mittelständler erwarten keine Besserung der Rahmenbedingungen in der nahen Zukunft. Das geht aus der "Diagnose Mittelstand 2023" der Sparkassen hervor. Diese negative Erwartungshaltung spiegelt sich in der Einschätzung der Geschäftsaussichten. Nur 4,3% der KMU erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. 65,8% gehen von einer Verschlechterung aus. In mehr als der Hälfte der abgefragten Branchen wird mit sinkenden Renditen gerechnet.

Mit Blick auf die Standortfaktor herrscht inzwischen durchgehend Pessimismus. Das war in früheren Umfragen anders. Am negativsten wird die Entwicklung bei den Lohnkosten, mit Blick auf den Arbeitsmarkt (Fachkräftemangel) und für die Bürokratie eingeschätzt. Mit etwas Abstand, aber dem gleichen Tenor folgen die Erwartungen zu den Energiepreisen, Steuern, (Aus-)Bildung und der Infrastruktur. 

Mittelstand ist noch solide aufgestellt

Positiv sind die Einschätzungen in Bereichen, die die Unternehmer selber in der Hand haben. Da gilt z.B. für die derzeitige Finanzlage der Unternehmen. So ist Liquidität derzeit kein Problem für den Mittelstand: Die Eigenkapitalquote liegt bei soliden 38%. Durch die gestiegenen Kosten geraten nur 2% der Mittelständler in Bedrängnis.

Interessant ist die Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden Geldpolitik. So rechnet nur noch ein kleiner Teil der Befragten mit weiter steigenden Zinsen. Das entspricht der weitläufigen Marktmeinung. Die Mehrheit der Unternehmer erwartet aber auch noch keine sinkenden Zinsen innerhalb der kommenden zwölf Monate. Das ist aus Sicht des Sparkassenverbandes bemerkenswert zurückhaltend, deckt sich aber gut mit der Erwartung von FUCHSBRIEFE. 

Fazit: Ein bekanntes Bonmot sagt, dass man "den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen" kann. Aber selbst das fällt deutschen Mittelständlern immer schwerer. Denn die Ampel-Koalition ist nicht in der Lage, Planungssicherheit zu gewährleisten. Erst wenn die Regierungsarbeit besser wird, dürfte auch die Zuversicht bei Unternehmern wieder wachsen.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bayerische Vermögen GmbH in der Ausschreibung

Die Bayerische Vermögen lässt zu viele Fragen offen

Thumb Stiftungsvermögen 2024. © Collage: verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envator elements
Die Bayerische Vermögen gibt sich selbstbewusst. „Gibt es eine Formel für erfolgreiche Geldanlage?" Nicht alle Daten seien einfach abzurufen und müssten erst einmal ins rechte Verhältnis zueinander gesetzt werden. "Diesen Mehrwert bietet unsere Premium-Vermögensverwaltung und kann daher für jeden Privatanleger geeignet sein.“ Nun ist die Stiftung Fliege kein Privatanleger und hat besondere Anfordrungen. Wir sind also gespannt, was der Vorschlag zu bieten hat.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Siemens Energy

Starke Zahlen und Rekord-Aufträge

Siemens Energy ist auf gutem Wege. Das zeigen die jüngsten Zahlen an. Viele Unternehmensteile machen gute Umsätze und stattliche Gewinne. Das schlägt sich auch an der Börse nieder.
  • Fuchs plus
  • Plug Power

Kostensenkungsprogramm und Wasserstoff-Verkauf

Plug Power hat sich verhoben. Die Zahl der Projekte und Investitionen war zu hoch. Nun tritt das Unternehmen an verschiedenen Stellen auf die Kostenbremse. Gut ist in dem Umfeld, dass Plug mit der Produktion und dem Verkauf von Wasserstoff für seine Partner begonnen hat.
  • Fuchs plus
  • Editorial

BMW fährt auf Wasserstoff ab

BMW und Airbus verstärken ihre Bemühungen, Antriebslösungen mit Wasserstoff zu entwickeln. Der Autobauer aus Bayern setzt jetzt voll auf Wasserstoff, hat mit dem iX5 einen Pkw am Start, sieht dafür aber die aussichtsreichsten Märkte nicht in Deutschland oder Europa. Dennoch ist die Marschroute klar.
Zum Seitenanfang