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Rahmenbedingungen werden schlechter

Deutsche Unternehmer hadern mit dem Staat

© Torsten Sukrow / SULUPRESS.DE / picture alliance
Der deutsche Mittelstand verliert nach und nach das Vertrauen in die Politik. Das ist ein wesentlicher Befund, der aus der "Diagnose Mittelstand" der Sparkassen hervorgeht. FUCHSBRIEFE haben sich in die Diagnose vertieft und zeichnen ein Stimmungsbild.
Der deutschen Mittelstand verliert zusehends die Zuversicht in den Staat. Die KMU selbst wirtschaften und haushalten solide, hadern aber immer stärker mit den sich verschlechternden Rahmenbedingungen. Denn deren Gestaltung hat der Mittelstand nicht in der Hand. 

Unternehmer verlieren das Vertrauen in die Politik

Das Problem ist: Die deutschen Mittelständler erwarten keine Besserung der Rahmenbedingungen in der nahen Zukunft. Das geht aus der "Diagnose Mittelstand 2023" der Sparkassen hervor. Diese negative Erwartungshaltung spiegelt sich in der Einschätzung der Geschäftsaussichten. Nur 4,3% der KMU erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. 65,8% gehen von einer Verschlechterung aus. In mehr als der Hälfte der abgefragten Branchen wird mit sinkenden Renditen gerechnet.

Mit Blick auf die Standortfaktor herrscht inzwischen durchgehend Pessimismus. Das war in früheren Umfragen anders. Am negativsten wird die Entwicklung bei den Lohnkosten, mit Blick auf den Arbeitsmarkt (Fachkräftemangel) und für die Bürokratie eingeschätzt. Mit etwas Abstand, aber dem gleichen Tenor folgen die Erwartungen zu den Energiepreisen, Steuern, (Aus-)Bildung und der Infrastruktur. 

Mittelstand ist noch solide aufgestellt

Positiv sind die Einschätzungen in Bereichen, die die Unternehmer selber in der Hand haben. Da gilt z.B. für die derzeitige Finanzlage der Unternehmen. So ist Liquidität derzeit kein Problem für den Mittelstand: Die Eigenkapitalquote liegt bei soliden 38%. Durch die gestiegenen Kosten geraten nur 2% der Mittelständler in Bedrängnis.

Interessant ist die Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden Geldpolitik. So rechnet nur noch ein kleiner Teil der Befragten mit weiter steigenden Zinsen. Das entspricht der weitläufigen Marktmeinung. Die Mehrheit der Unternehmer erwartet aber auch noch keine sinkenden Zinsen innerhalb der kommenden zwölf Monate. Das ist aus Sicht des Sparkassenverbandes bemerkenswert zurückhaltend, deckt sich aber gut mit der Erwartung von FUCHSBRIEFE. 

Fazit: Ein bekanntes Bonmot sagt, dass man "den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen" kann. Aber selbst das fällt deutschen Mittelständlern immer schwerer. Denn die Ampel-Koalition ist nicht in der Lage, Planungssicherheit zu gewährleisten. Erst wenn die Regierungsarbeit besser wird, dürfte auch die Zuversicht bei Unternehmern wieder wachsen.
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