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Wenn nichts bleibt, außer ein Kuriositätenkabinett zu bilden

Schwarz lila in Thüringen

Wer regiert bald Thüringen? Und vor allem, wer mit wem? Copyright: Picture Alliance
Am Sonntag sind Landtagswahlen in Thüringen. Wenn auch das Abschneiden der einzelnen Parteien Spannung verspricht, so ist doch viel interessanter, welche Partnerwahl der Sieger treffen kann und wird. Vor allem eine Partei schiebt sich wie ein Sperrriegel vor die gewohnten Konstellationen.

Kommt in Thüringen die erste Koalition aus CDU und Linkspartei mit einem linken Ministerpräsidenten? Diese Konstellation könnte am Montag als alternativlos dastehen. Denn: Abgesehen von Viererbündnissen sind Zweierbündnisse voraussichtlich nur zwischen Die Linke, CDU und AfD mehrheitsfähig.

Für das bisherige Dreierbündnis aus Die Linke, SPD und Grünen wird es voraussichtlich nicht mehr reichen. Und: Ein Viererbündnis mit der FDP – egal in welchem Verbund – dürfte es auch nicht geben.

An Gesprächen kommen Linke und CDU kaum vorbei

CDU und Linke werden zumindest miteinander sprechen. Ministerpräsident und Linken-Parteichef Bodo Ramelow, gilt als der Kretschmann Thüringens: eher unideologisch, eher Landesvater als Parteipolitiker und kein Feind der Wirtschaft. Ein Koalition mit ihm hat CDU-Chef Mike Mohring zumindest nicht ausgeschlossen. Mit der AfD unter Björn Höcke hat er das sehr wohl.
Und so sehen die Umfragetrends aus:

  • Die Linke bleibt stabil und stärkste Kraft (um 28%)
  • Am meisten gewinnt die AfD hinzu (um 23%, +12%)
  • Am stärksten verliert die CDU (um 24%, -9,5%)
  • Erneut deutlich verliert die SPD (um 8,5%; -4%)
  • Die Grünen legen leicht zu (auf ca. 7,5%; +2%), bleiben aber unter der SPD
  • Die FDP muss um den Einzug in den Landtag zittern; eher reicht es nicht (<5%, +2%)

Grüne Wählergruppen sind in Thüringen spärlich gesäht

Auffällig ist, dass die Grünen kaum punkten werden – anders als in Sachsen und Brandenburg. Der Grund: Thüringen ist stark ländlich geprägt, es gibt keine echte Großstadt, die Heimat der grünen Wähler.

Die SPD leidet am miesen Gesamttrend und an ihrem schlechten Timing. Am Sonntag wird immer noch nicht feststehen, wer die Partei führt und in welche politische Richtung es künftig geht. Die Wahl des Spitzenduos wird eine zweite Runde benötigen. Außerdem nährt die Schwäche die Schwäche: Nicht mal als Königsmacher können die Sozen auftrumpfen.

Fazit: Der blaue Block ist in Thüringen das Zünglein an der Waage. Sind die Umfragen treffsicher, geht ohne die AfD in Thüringen fast nichts – außer einer Koalition fürs Kuriositätenkabinett.

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