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Von Asien aus nach China exportieren

Produktionsnetzwerke in Asien aufbauen

Drachen-Brücke in Vietnam. © Kien / Getty Images / iStock
Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren verstärkt in China investiert. Dabei nehmen die politischen Risiken zu. Ein Produktionsnetzwerk mit anderen asiatischen Ländern kann die guten Geschäfte in China erhalten und das politische Risiko senken.

Deutsche Unternehmen können sich in Asien diversifizieren, um ihr China-Risiko zu senken. Die Investitionen im Reich der Mitte sind zwar höchst ertragreich (FB vom 08.06.). Aber die politischen Risiken wachsen. Sollte der Taiwan-Konflikt "heiß" werden, könnte das zu einem weitgehenden Abbruch der Beziehungen mit China führen (Sanktionen).  

Anstatt weiter einseitig in China sehr hohe Investitionen zu tätigen, könnten Unternehmen Produktionsnetzwerke mit anderen asiatischen Ländern aufbauen. Denn auch andere Staaten der Region sind interessante Standorte. Vor allem die Staaten, die dem Anfang 2022 in Kraft getretenen Freihandelsabkommen RCEP angehören, sind beachtenswerte Ziele. Denn vereinfachte Regeln machen den Warenaustausch zwischen den Ländern relativ unkompliziert.

Vietnam und Thailand schon starke Produktionsstandorte

Vietnam und Thailand sind schon jetzt wichtige und gute Standorte für die Elektronik-, Elektrotechnik und Maschinenproduktion. Auch die Philippinen sind aussichtsreich. Kambodscha hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Besonders stark ist der Textilsektor. 

Insbesondere die Löhne sind in diesen Ländern noch deutlich geringer als in China. Dort liegt das Einkommen im Durchschnitt bei 1.195 US-Dollar pro Monat für einen Mitarbeiter in der Produktion. In Thailand sind es 436 USD, in Vietnam 313 USD313 USD und um die 250 USD in Kambodscha und auf den Philippinen. Bei Führungskräften sind die Unterschiede geringer. In China erhalten Hochschulabsolventen mit Leitungsbefugnis 1.704 USD im Monat, in Thailand 1.570 USD, in Vietnam 1,065 USD.

Fazit: Das RCEP ermöglicht die Diversifizierung von Lieferketten in Asien. Ein Produktionsnetzwerk mit Lieferanten aus verschiedenen Ländern könnte ein guter Ansatz sein, die Vorteile der Region zu nutzen und die Abhängigkeit von China zu verringern.

Hinweis: Neben den Löhnen spielen viele weitere Kriterien für Investitionsentscheidungen eine Rolle. Dazu gehören politische Stabilität, Versorgungssicherheit bei Energie, Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit. Diese Kriterien sollten alle vor einer Investitionsentscheidung analysiert werden.

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