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Fed bereitet Wende-Signal vor

Der moderierte Kurs-Wechsel

Die US-Notenbank hat am Mittwoch wie erwartet geliefert. Copyright: Pexels
Die US-Notenbank hat am Mittwoch wie erwartet geliefert. Die Börsianer verfallen aber nicht in neue Euphorie. Denn sie lesen zwischen den Zeilen. Dort steht geschrieben, wie die Fed ihren Kurswechsel moderieren wird.
Die US-Wirtschaft läuft und kommt immer besser in Tritt. Wie gut es einigen US-Unternehmen geht, zeigen die aktuellen Zahlen von Google. Die Firma hat allein im 1. Quartal 16 Mrd. US-Dollar netto Gewinn gemacht. Das würde reichen, um die Lufthansa vier mal zu kaufen. In Googles Kasse liegen 135 Mrd. Dollar - und das Unternehmen weiß nicht, worein es die investieren soll. Also werden für 50 Mrd. Dollar eigenen Aktien zurückgekauft. 

Die US-Notenbank Fed behält ihren ultralockeren Kurs dennoch bei, die Märkte versetzt das aber nicht mehr in neue Euphorie. Denn es ist klar: Die Zeit des super-billigen Geldes geht allmählich zu Ende. Zwar hat die US-Notenbank ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei Null (bis 0,25%) belassen. Außerdem betonte Fed-Chef Jerome Powell, dass die Liquiditätsversorgung so lange hoch bleibe, bis die Wirtschaft die Auswirkungen der Corona-Krise überwunden haben wird.

Fed läuft Markt schon hinterher

Darum beginnt jetzt die Phase, in der die Fed der Realität hinterher läuft. Das zeigen die aktuellen US-Daten. Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von knapp 7% gewachsen. Im April könnten außerhalb der Landwirtschaft rund eine Million neuer Jobs entstanden sein. Bars, Restaurants, Hotels und Freizeiteinrichtungen holen ihr Personal zurück. Damit werden die Pandemie-Folgen am US-Arbeitsmarkt zügig abnehmen. Auch die Inflationsrate wird im April über der Marke von 3% liegen. Zwar sind hierfür maßgeblich Basiseffekte verantwortlich. "Die Inflationsrate garniert den Teller starker Wirtschaftsdaten", so die VP Bank.

Der moderierte Kurswechsel Fed ist daher nur eine Frage der Zeit. Schon Mitte des Jahres wird die Fed mit allerlei Konjunktiven andeuten, ihre Anleihekäufe zu reduzieren. Diesem ersten Schritt werden dann auch Zinserhöhungen folgen. Die Markterwartung ist, dass die Fed ihre Zinsen im Jahr 2023 drei Mal erhöhen wird. Zögern die US-Währungshüter zu lange, werden die Märkte anfangen, gegen die Fed zu spekulieren. Das wird sich weiter auf der Zinsseite zeigen.    

Fazit: Die Fed macht sich bereit für das Signal zur Wende. Die Luft für Aktien wird immer dünner, das Aufwärtsmomentum lässt spürbar nach. Der DAX setzt seine Top-Bildung (FK vom 22.4.) zwischen 15.100 und 15.400 Punkten fort. Anleger ziehen für taktische Positionen jetzt enge Stopps ein.

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