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Börseneinschätzung vom 12.07.2018

Unberechtigte Rohstoff-Nervosität

Die Rohstoff-Preise sind zuletzt stark zurückgegangen. Anleger sollten dennoch die Füße still halten. Gleichzeitig scheint uns auch die Entwicklung bei den Kryptowährungen sehr interessant.

Die steil fallenden Rohstoffpreise machen die Aktienmärkte nervös. Um 18 bis 24% ging es mit Öl und den Industriemetallen in den jüngsten Wochen abwärts. Händler weisen darauf hin, dass die Fortsetzung und Verschärfung des globalen Zollstreits das globale Wirtschaftswachstum stark belasten werden.

Die sinkenden Notierungen sind aber kein Signal für eine sich abschwächende Weltkonjunktur. Denn der Preisverfall war steil. Wir führen die Kursverluste darum auf Spekulanten zurück. Die realisieren vor der Sommerpause durchaus stattliche Kursgewinne. Zudem hat es keine massiven Verschiebungen bei Angebot und Nachfrage in den einzelnen Rohstoffen gegeben.

Erneuter Anstieg sehr wahrscheinlich

Die Rohstoffpreise werden nur eine Sommer-Delle bekommen. Darauf deuten auch die guten Wirtschaftsdaten hin. Das Wachstum in den USA bleibt hoch. Die US-Notenbank hatte sogar durchblicken lassen, dass sie zwar weiter die Zinsen erhöhen wird – aber nur sehr moderat. Das stützt die Aktienmarkte perspektivisch.

Kurzfristig bleiben die Aktienmärkte volatil. US-Aktien sind mit einem Shiller-KGV von mehr als 30 teuer. Europäische Dividendentitel haben die US-Rally nicht in gleichem Maße mitgemacht und sind mit einem Shiller-KGV von unter 20 günstiger zu haben. Das sollte bei neuen Engagements berücksichtigt werden.

  • Fazit: Die Börsen schaukeln weiter je nach Impuls auf- oder abwärts. DAX-Tradingrange: 11.800 Punkte bis 13.000 Punkte (vgl. FK vom 5.7.).

Kryptowährungen im Fokus

Äußerst spannend sind aktuellen die Meldungen, die wir zu Kryptowährungen hören. So hat LG gerade einen Vertrag mit Ubcoin unterzeichnet. Künftig wird auf den LG-Smartphones eine Mobile-Payment-App vorinstalliert sein. Mit der können LG-Nutzer dann direkt auf die Blockchain-Plattform Ubcoin zugreifen und auch mit Kryptowährungen bezahlen.

In Deutschland stehen Kryptowährungen bei vielen Privaten nicht hoch im Kurs. Das zeigt eine aktuelle Befragung der ING (ING International Survey) in mehr als 13 Ländern weltweit. Auch der Bitcoin- und Kryptobörsenhype des vorigen Jahres hat an der Skepsis der Deutschen nicht viel geändert.

Die Zurückhaltung beruht hauptsächlich auf Unwissenheit. Aus der resultiert Unsicherheit. Es lohnt sich aber für Anleger und Unternehmer, sich mit der Technologie Blockchain und der Anwendung Kryptowährung vertraut zu machen. Einerseits bieten Kryptowährungen Bezahlmöglichkeiten und können Geldersatz sein. Andererseits können sie Spekulationsobjekt sein. Schließlich bieten sich unternehmerische Anwendungen.

In FUCHS-DEVISEN werden wir diese Facetten künftig in einer neuen Serie analysieren. Schritt für Schritt zeigen wir Ihnen in unserem Währungs-Infodienst die Chancen und Risiken von Krytowährungen – vom Zahlungsmittel bis zum Spekulationsobjekt (ein Probe-Abo der FUCHS-DEVISEN finden Sie hier).

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