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Chancen mit Anleihen

Alternativen im Anlagenotstand

Russland und Indonesien konnten einen Großteil ihrer Zuflüsse in heimischer Währung aufnehmen und damit die Währungsrisiken vermeiden.
Anleger die heutzutage Rendite erwirtschaften wollen, müssen noch stärker als früher bereit sein, dafür ins Risiko zu gehen. Deutsche Staatsanleihen mit einer 10-jährigen Laufzeit werfen aktuell negative Renditen ab. Wer dennoch auf die Assetklasse Anleihe setzen möchte, der sollte seinen Blick über die Emerging Markets schweifen lassen.

Die Emerging Markets erleben seit Sommer letzten Jahres eine positive Überraschung. Die Portfoliozuflüsse nehmen wieder deutlich zu. Grund: die Notenbankpolitik in den Industrieländern. Denn im Laufe des Jahres wurde klar, dass die erwartete Straffung der Geldpolitik mit höheren Zinsen und knapperer Liquidität nicht so wie erwartet stattfinden würde. Stattdessen sehen wir eine Fortsetzung der ultra-expansiven Politik mit niedrigen bis negativen Zinssätzen und Renditen in den Industrieländern verstärkt durch quantitative Lockerungsmaßnahmen.

Auf der Suche nach Rendite wurden die Anleihe-Investoren auf die Emerging Markets verwiesen. Anlass war die Umkehr der Geldpolitik in den USA sowie die ausgefallene Normalisierung in der Eurozone. Folglich zogen die Zuflüsse in die Emerging Markets zum Teil sogar sehr deutlich an. Es lockten die auch nach der Inflationsbereinigung eindeutig positiven Renditen.

Anlagealternativen im Anlagenotstand

Das schuf Interesse der Investoren auch für Anlagen in lokaler Währung neben den Hartwährungspapieren. So konnten Russland und Indonesien einen Großteil ihrer Zuflüsse in heimischer Währung aufnehmen und damit die Währungsrisiken vermeiden. Parallel sanken auch für die meisten Schuldner die Prämien der Credit Default Swaps (CDS). Lediglich für Krisenfälle wie Argentinien und Libanon wurde die Versicherung gegen den Ausfall der Anleihen teurer.

Die Zinspapiere der Emerging Markts bleiben das Mittel der Wahl, um positive Renditen im Anleihe-Portfolio zu erzielen. Mexiko, die Ukraine, Russland, China oder Indonesien weisen Sätze für die Leitzinsen auf, die auch nach der Inflationsbereinigung („reale Leitzinsen") klar positiv sind. Damit fixieren sie das gesamte Spektrum der Ertragssätze über Null.

Allerdings sind in einigen Ländern die kurzfristigen Portfolio-Verbindlichkeiten gestiegen. Damit sind in den betroffenen Ländern folglich auch die Risiken deutlich gewachsen. Dazu gehören etwa Südafrika, die Ukraine oder Mexiko.

Fazit: Die gestiegenen Risiken sollten Anleger unbedingt beachten. Verkleinern Sie also rasch Positionen der genannten Problemfälle soweit das nötig erscheint!

Empfehlung: Für die Neuanlage bietet sich aus unserer Sicht Indonesien an mit einer bis Januar 2022 laufenden Dollar-Anleihe (USY20721BS73), die 2,24% Rendite bringt.

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