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Digitales Einkaufstool für Legierungen

Wie GMH-Gruppe Emissionen und Kosten spart

Digitales Einkaufstool für Legierungen. Copyright: Pexels
Das Lieferkettengesetz erhöht den Anforderungsdruck in der Eisen- und Stahlindustrie deutlich. Ohne digitale Lösungen geht künftig nichts mehr. Lesen Sie hier, wie die Georgsmarienhütte-Gruppe ihren Einkauf in Sachen Legierungen digitalisiert.

Je digitaler Lieferketten ausgestaltet sind, desto mehr CO2-Emissionen und Kosten lassen sich senken. Beispiel: die Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe (GMH), ein Unternehmen der Metallindustrie.

Die GMH (Zentrale Nähe Osnabrück, Holding mit 20 Unternehmen) ist ein bedeutender Hersteller von Stahl-, Schmiede-, Gusserzeugnissen). Das Unternehmen setzt seit vielen Jahren auf elektronische Auktionen im Einkauf. Nun soll ein auf Rohstoffbeschaffung spezialisiertes Tool die Zusammenarbeit mit Lieferanten weiter voranbringen. Die neue branchenspezifische cloudbasierte Lösung wird seit Juli in 5 der deutschen Geschäftseinheiten (Stahlwerke Georgsmarienhütte und Bous, Schmiedewerke Gröditz, Gießereien Harz Guss Zorge und Pleissner Guss) ausgerollt.

Datentransparenz

Die GMH nutzt die Metallhandels- und Preisplattform Metalshub (wir berichteten mehrfach darüber). Darüber läuft der Einkauf eines wesentlichen Teils der in den 5 Gruppenunternehmen benötigten Legierungen. Die Anbindung funktioniert via Schnittstelle (API) ans ERP-System des Unternehmens. So wird eine synchronisierte, effektive Datentransparenz für die gesamte Organisation geschafft.  

Auch Lieferanten profitieren

Das in Metalshub integrierte Lieferanten-Management-System hat mehrere Vorteile. Neben verschiedenen Möglichkeiten zur Performance-Bewertung und Qualifizierung der Lieferanten ermöglicht es den GMH-Lieferanten, ihre Kontaktpersonen für die jeweiligen Produkte effizienter zu verwalten. So lässt sich der Prozess für beide Seiten einfacher gestalten. Die früher üblichen Karteileichen und irrelevanten Einladungen zur Teilnahme an Auktionen gibt es nicht mehr, heißt es bei der GMH. Durch die Digitalisierung der Lieferketten werden bestehende Ressourcen besser genutzt, Prozesse beschleunigt und CO2-Emissionen gesenkt.

Über Metalshub

Die  digitale Handelsplattform für Metalle und Ferrolegierungen (Sitz Düsseldorf) wurde 2016 gegründet. Sie war als Pionier ein Weckruf innerhalb der zutiefst analog geprägten Eisen- und Stahlindustrie. Heute sind 1.100 Unternehmen auf Metalshub aktiv; so haben über 200 Gießereien und Stahlwerke ihre Einkaufprozesse mit Metalshub digitalisiert. Im laufenden Jahr wurde bis heute ein Einkaufsvolumen von 400 Mio. Euro über die Plattform abgewickelt.
Hinweis: Bei Metalshub lassen sich schon jetzt auch CO2-Emissionen für die meisten Stahlwerksrohstoffe (Ferrochrom, Nickel, Ferromolybdän, Mangan etc.) berechnen. Wohl in Q4 folgen werksspezifische CO2-Intensitäten.

Fazit: Das Lieferkettengesetz erhöht den Anforderungsdruck auch in der Eisen- und Stahlindustrie deutlich – ohne digitale Lösungen geht künftig nichts mehr.

Metalshub
https://www.metals-hub.com/de/


Zu Scopes 1,2,3 – Geltungsbereiche bei der Berechnung der unternehmensbezogenen Treibhausgasemission

Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima
https://allianz-entwicklung-klima.de/toolbox/was-sind-scopes-geltungsbereiche-bei-der-berechnung-der-unternehmensbezogenen-treibhausgasemissionen/

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