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Notenbank Nippons unterstützt nachhaltige Finanzierungen

Bank of Japan gibt sich grünen Anstrich

Bank of Japan gibt sich grünen Anstrich. Copyright: Pexels
Immer mehr Notenbanken gehen dazu über direkt auf die Finanzierungsbedingungen für nachhaltige Investitionen einzuwirken. Nun geht auch die Bank of Japan diesen Schritt. Für uns ergeben sich daraus zwei zentrale Schlüsse, die Anleger nutzen können.

Die ultralockere Geldpolitik der japanischen Notenbank bekommt einen grünen Anstrich. Die Bank of Japan erklärte in dieser Woche, erstmals ein klimabezogenes Kreditprogramm zu unterstützen. Bisher lehnte sie es ab mit der Begründung, dass dies nicht in ihren Kompetenzbereich fallen würde. Der klimapolitische Druck führte nun offenbar zu einem Umdenken.

Gute Finanzierungsbedingungen für nachhaltige Investitionen

Finanzinstitute, die Klimakredite anbieten, erhalten von der BoJ nun zinslose Gelder. Die Kredite können bis 2030 verlängert werden. Bis zu diesem Jahr will Tokyo eine Senkung der Schadstoffemissionen um 46% gegenüber dem Niveau von 2013 erreichen.

Wir ziehen aus dieser Notenbankpolitik zwei Erkenntnisse: Zum einen legt sich die BoJ damit weitere neun Jahre auf eine ultralockere Geldpolitik fest. Das wird angesichts der einander entgegenlaufenden Politik von BoJ und Fed den Dollar fundamental zum Yen stärken.

BoJ-Politik stützt nachhaltige Investments

Zum anderen stützt die Politik der BoJ nachhaltige Japan-Aktien. Anleger, die dieses Thema im Depot abbilden wollen, finden im nachhaltigen Japan-ETF von iShares (ISIN: IE 00B YX8 XC1 7) eine gute Möglichkeit. Der ETF performte zuletzt deutlich besser als der Nikkei 225. Während der japanische Börsenindex seit dem 1.3.21 um 4,7% nachgab, konnte der nachhaltige Japan-ETF 1,9% zulegen.

Gute Einstiegsgelegenheit bei USD|JPY

Das Paar USD|JPY erreichte am vergangenen Dienstag kurzzeitig bei 108,7 seinen tiefsten Punkt seit Juni. Diese Dollar-Unterbewertung wurde allerdings bereits am Folgetag gedreht. Vor dem Hintergrund von Tapering-Andeutungen durch Fed-Vize Richard Clarida zogen die Kurse wieder rasch auf Niveaus um 109,6.

Dieser Trend wird sich fortsetzen. Zum Jahresende sehen wir das Paar perspektivisch bei Kursen um 115. Gut möglich, dass das Paar auf dem Weg dorthin noch einmal seine Unterstützung bei 108,5 testet. Das dieses seit März aber stets gehaltene Niveau unterschritten wird, glauben wir allerdings nicht.

Fazit: Die Bank of Japan schafft gut kalkulierbare und langfristige Rahmenbedingungen für Investitionen, die Anleger für sich nutzen können.

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