Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1099
In der Eurozone mausert sich ein neuer Klassenprimus

Die Gewichtung verschiebt sich

Das Konjunkturbild der Eurozone bleibt gelinde gesagt durchwachsen. Dadurch entstehen Verschiebungen bei der Bedeutung einzelner Branchen und Sektoren. Ein Land schafft es allerdings derzeit entgegen dem allgemeinen Konjunktur-Trend zu schwimmen.

Die wirtschaftlichen Gewichte in der Eurozone verschieben sich. Die noch vorhandenen expansiven Impulse kommen derzeit von der Binnennachfrage. Der Export schwächelt. Entsprechend gibt es eine sektorale Verschiebung: weg von der Industrie hin zu den Dienstleistern. Und eine geografische, hin zu den stärker auf die Binnennachfrage orientierten Staaten mit Frankreich an der Spitze. Der Exportweltmeister Deutschland leidet dagegen unter Kurzatmigkeit.

Die Einkaufsmanager-Indizes der Eurozone unterstreichen diese Bewegung. Der Gesamtindex legt von 50,7 auf 51,4 Punkte zu. Der Dienstleister-Index springt deutlich von 50,8 auf 52,3 (Konsens 51,3 Punkte). Gleichzeitig fällt der Index der verarbeitenden Industrie klar in den Kontraktionsbereich auf 49,2 Punkte (Konsens 50,4) nach 50,5 Punkten.

Frankreich kämpft gegen den Strom

Die deutsche Industrie trifft es besonders. Deren Index fällt auf 47,6 Punkte tief unter den roten Strich. Erstmals seit Frühjahr 2013 wird ein Rückgang der Produktion notiert. Dagegen arbeiten sich die Franzosen mit 49,8 Punkten (zuvor 47,9) aus ihrem Tief heraus.

Die Euro-Hüter sehen in dieser Lage ein klares Übergewicht der Risiken. Das schließt für sie auf absehbare Zeit Straffungen aus. Eher sind zusätzliche expansive Impulse gefragt. In erster Linie wird das durch Langfrist-Repos (LTRO) geschehen. Momentan werden diese an den Märkten umso eher erwartet, als alte Geschäfte dieses Typs in den nächsten Wochen auslaufen. Für sich genommen wäre das eine Belastung.

Fazit: Alle Daten und Einschätzungen aus der EZB deuten auf eine neuerliche leichte indirekte geldpolitische Lockerung hin. Das schwächt den Euro. Als Anlagewährung bleibt er damit unattraktiv.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Französischer Baudienstleister mit Niederlassungen auf allen Kontinenten

VINCI profitiert doppelt von den Plänen der G7

Das VINCI Hauptgebäude. Ⓒ VINCI
Wer nach einem Profiteur der G7-Infrastrukturpläne sucht, muss nicht nach Schwellenländer-Aktien Ausschau halten. Auch Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Europa haben und gleichzeitig in Schwellenländern tätig sind, bieten sich an. Ein solcher Titel ist die Aktie der VINCI S.A.
  • Fuchs plus
  • Rücktritt beim Autokauf

Mehr Geld zurück, wenn der Wagen dauernd kaputt ist

VW Passat auf einer Landstraße. (c) Volkswagen AG
Dienstwagen sind eine feine Sache, wenn sie denn gut funktionieren. Natürlich kann auch an einem Firmenwagen mal etwas defekt sein. Aber was ist zu tun, wenn der Wagen mehr in der Werkstatt ist als auf der Piste?
  • Fuchs plus
  • Das weite Feld im Stiftungsmanagement 2022

Fruchtbare und trockene Böden

Feld im Sonnenuntergang. (c) picture alliance / Zoonar | Olena Mykhaylova
Wer es nicht in die Endrunde, den Beauty Contest, schafft, findet sich automatisch im weiten Feld wieder. Doch dies trägt seine Bezeichnung nicht umsonst. Hier finden sich durchaus fruchtbare Bereiche in denen Qualität sprießt. Und trockene, ausgelaugte Boden, auf denen wenig, bis nichts wachsen und gedeihen kann.
Neueste Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geld-Podcast, Teil 5

Warum Finanzplanung so wichtig ist

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld, diesmal: Warum Finanzplanung so wichtig ist.
  • Fuchs plus
  • Banken-Prognosen für den Devisenmarkt

Viele Unsicherheiten, wenig Gemeinsamkeiten

Geldscheine diverser Währungen. © Markus Mainka / Fotolia
In den volkswirtschaftlichen Abteilungen der Banken gehen die Einschätzungen zur Zins- und Devisenentwicklung weit auseinander. Das große Fragezeichen ist, wie gut sich die US-Konjunktur wird halten können.
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Devisenprognose im Juli 2022

Wie weit geht die Fed?

Würfel mit Abbildung Euro und Dollar. (c) picture alliance / Zoonar | DesignIt
Wie weit geht die Fed und wie schnell? Diese beiden Fragen bewegen die Finanzmärkte. Mit den Antworten ist verbunden, ob die US-Konjunktur in eine Rezession rutschen wird. Immer mehr Beobachter rechnen nun damit. Unser Szenario ist das schon länger, aber dennoch haben wir die Zinsentwicklung unterschätzt. Wir passen einige Prognosen an.
Zum Seitenanfang