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Die Meinung der anderen im Juni 2023

Hohe Inflations-Unsicherheiten

Euro / Dollar. © picture alliance / Zoonar | Oleksandr Latkun
Im Trend sind sich die von FUCHS-Devisen befragten Banken in vielerlei Hinsicht einig. Das betrifft vor allem die Währungsprognosen zum Euro, Dollar und Yen. Allerdings gibt es Abweichler und stark auseinandergehende Schätzungen. Sie spiegeln die Unsicherheit über die erwartet Inflations- und Zinsentwicklung.

Die Banken glauben an den Euro. Beinahe alle meinen, dass EUR|USD (akt. 1,09) sowohl in den kommenden drei Monaten als auch auf Sicht von zwölf Monaten aufwerten wird. Wenn wir den Durchschnitt als Konsens annehmen, sollte EUR|USD in drei Monaten bei 1,10 liegen. Ausreißer nach unten sind die schweizerische Pictet (1,08) sowie die kanadische CIBS, deren Dreimonats-Prognose uns mit 1,06 als viel zu niedrig erscheint.

Unsicherheit durch Inflationsprognose

Auf Sicht von zwölf Monaten sind sich die Banken alle einig, dass der Euro gegenüber dem Dollar steigen wird. Die Durchschnittsschätzung liegt bei einem Kurs von 1,14. LBBW und ING sind mit Prognosen von 1,17 am optimistischsten für den Euro. Sie begründen das mit dem schmelzenden Zinsvorsprung des US-Dollars. 

Die Commerzbank geht auf Sicht von 12 Monaten zurückhaltend von 1,10 aus. Sie sieht den Peak für EUR|USD bereits im 4. Quartal 2023 bei 1,14 und erwartet dann einen langsamen Rückgang. Die Begründung: Zum Jahresende dürfte erkennbar sein, dass "die unterliegenden Inflationsprobleme nicht gelöst werden". Das dürfte eher den Euro als den US-Dollar belasten, da die Märkte der Fed ein "entschlosseneres Handeln" zutrauen werden. Damit schließt die Commerzbank indirekt bald sinkende Leitzinsen aus.

Kein Aufwärtspotenzial bei Anleiherenditen

Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen hat nach Einschätzung der Banken ihren Höhepunkt gesehen. Sowohl auf Sicht von drei als auch auf zwölf Monate glaubt niemand an steigende Euro-Anleiherenditen. Auch bei US-Papieren meinen die meisten Banken, dass der Rendite-Höhepunkt erreicht sei. Eine Flucht heraus aus Anleihen erwartet demnach trotz Rezessionsängsten niemand.

Yen hat Aufwertungspotenzial

Die Banken sehen weiterhin, dass der Yen unterbewertet ist. Das gilt sowohl für EUR|JPY (akt. 157) als auch USD|JPY (akt. 144). Im Konsens erwarten sie, dass der Yen in beiden Konstellationen aufwerten wird. Pictet und die LBBW spekulieren, dass die Bank of Japan demnächst ihre Yield Control-Politik flexibilisiert (FD vom 16.06.2023). Unter anderem darum scheint "das langfristige Risiko-Ertrags-Verhältnis für den Yen günstig zu sein", so Pictet. 

Auffällig ist auch die Bandbreite der Prognosen bei USD|JPY. Während die LBBW das Paar in einem Jahr bei 136 sieht, sind es bei der ING sogar 120. Darin dürfte sich die große Unsicherheit über das weitere Vorgehen der Notenbanken spiegeln. Im Durchschnitt sehen die Banken das Paar in einem Jahr bei 125.

Fazit: Mittelfristig (12 Monate) orientierte Anleger, die den Einschätzungen der Bankhäuser glauben, gehen beim US-Dollar Short.
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