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Empfehlung: Tschechische Kronen-Anleihe

In Osteuropa ziehen die Notenbanken die Zügel an

Der von den anziehenden Zinsen ausgehende Druck ist auch in Osteuropa angekommen. Vor allem die Währungen stehen unter Druck. Für Anleger ergeben sich daraus durchaus Chancen.

Der von den anziehenden Zinsen ausgehende Druck ist auch in Osteuropa angekommen. Vor allem die Währungen stehen unter Spannung. Das schafft Handlungsbedarf für die Notenbanken. Die Währungshüter müssen sich mit den schwächelnden Wechselkursen befassen. Denn von dort könnten unerwünschte Anstöße für die Inflation ausgehen. Zudem sind die meisten Staaten auf Kapitalimporte angewiesen.

Die Ungarische Notenbank (MNB) kündigte vor diese Hintergrund den Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik an. Die MNB will ihre beiden wichtigsten quantitativen Maßnahmen Zinsswap-Auktionen und Ankäufe von Pfandbriefen zum Jahresende auslaufen lassen. Da die MNB im regionalen Vergleich bislang eine relativ lockere Haltung zeigte, ist für den Forint kaum mehr als eine Stabilisierung im Bereich der aktuellen Kurse um 325 Forint je Euro zu erwarten (heute: 323,5).

Musterschüler Tschechien

Da ist im Stabilitäts-Musterland Tschechien mehr zu erwarten. Auch die Krone (aktuell: 25,6) musste seit dem Ausbruch der Lira-Krise in der Türkei zunächst Abschläge hinnehmen. Die tschechischen Währungshüter haben die Inflation aber besonders scharf im Blick. Notenbank-Gouverneur Jiří Rusnok stellte ziemlich unverhüllt eine weitere Zinserhöhung schon für die nächste Woche – die CNB tagt am 26.9. – in Aussicht. Sein Ziel ist natürlich in erster Linie eine vorbeugende Dämpfung des Preistrends. Der dürfte angesichts der starken Konjunktur und vor allem des engen Arbeitsmarktes deutlich nach oben weisen und die Zinserhöhungen rechtfertigen.

Lediglich in Polen ist angesichts der eher auf die Konjunktur ausgerichteten Politik der Notenbank NBP noch keine Neigung zur Straffung zu erkennen. Zumal die Inflationsraten wieder unter 2% liegen. Damit dürfte der Zloty zunächst die schwächste unter den großen osteuropäischen Währungen werden.

Fazit: Unter den derzeit dominierenden Risikoaspekten halten wir die Tschechische Krone für die attraktivste Anlagewährung.

Empfehlung: Die Kronen-Anleihe mit Laufzeit bis September 2021 (3 Jahre, CZ 000 100 285 1) halten wir mit 1,5% Rendite für kaufenswert.

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