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Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein

Nippons Geldhüter überraschen den Yen nicht

Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein. Copyright: Pexels
Nach zweitägiger Beratung verkündeten die Geldhüter Japans – für die Märkte wenig überraschend – dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten. Sorgen machen sollten allerdings die dahinter liegenden Gründe. Dennoch gibt es gute Nachrichten – auch für Anleger.
Die japanische Nach-Corona-Erholung wird stark von Exporten getrieben. Das macht den Konjunkturaufschwung überaus fragil, fürchtet die Bank of Japan. Denn mit Sorge blicken Nippons Geldhüter auf die nach wie vor akuten Lieferengpässe und die allmählich an Dynamik verlierende Nachfrage aus den USA und China. Der Binnenkonsum sei nach wie vor viel zu schwach und werde durch die anhaltenden Corona-Maßnahmen deutlich behindert.

Folglich halten die japanischen Notenbanker an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Das verkündeten sie am Mittwoch nach zweitägiger Beratung. Eine Obergrenze für den Ankauf von japanischen Staatsanleihen gibt es weiterhin nicht. Alles andere wäre für die Märkte eine faustdicke Überraschung gewesen. Beachtung fand die Konkretisierung der "grünen" Geldpolitik (vgl. FD 06.08.2021). Ab Dezember wird es die besonders günstigen Klima-Kredite geben.

Keine Überraschung für den Yen

Unsere Einschätzungen zum Yen bleiben angesichts der gleichbleibenden Rahmenbedingungen unverändert. Der Dollar erlebte zum Yen zuletzt ein deutliches Aufwärtsmomentum. Er hat aber am Donnerstag seinen Kursdeckel bei 110 erreicht. Wir erwarten, dass er wieder Richtung 109 zurückprallt. Vorerst sollte es seitwärts gehen.

Das Paar EUR|JPY hat sich wie von uns prognostiziert nach einem deutlichen Rückprall auf im Tief 128 wieder erholt und notiert aktuell bei Werten um 129. Aus charttechnischer Sicht ist noch Luft bis 129,5 – danach sollte die Aufwärtsdynamik spürbar nachlassen.

Grüne Aktien mit Notenbank-Unterstützung

Angesichts der Ankündigung von Klima-Krediten seitens der BoJ wollen wir an der Stelle auch nochmal unsere Empfehlung für den nachhaltigen Japan-ETF (ISIN: IE 00B YX8 XC1 7) bekräftigen. Seit unserer Empfehlung Anfang August 2021 hat er um 9,42% zugelegt. Fundamentale Unterstützung gibt es weiterhin durch Nippons Geldhüter. 

Fazit: In Japan nichts Neues – die Entwicklung des Yens lässt sich dadurch gut prognostizieren.

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