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Märkte hoffen auf Normalisierung und Stabilität

Pfund bewegt von Londoner Chaostagen

London. © Iakov Kalinin / stock.adobe.com
Tschüss, Liz Truss. Nach bewegten sechs Wochen im Amt tritt Liz Truss als britische Premierministerin zurück. Die Märkte atmen auf – wenn sie sich da mal nicht zu früh freuen.

Tschüss, Liz Truss. Damit geht sie als am kürzesten amtierende Premierministerin in die Geschichte Großbritanniens ein. Nach ihrem Rücktritt (20.10.) legte das Britische Pfund einen kleinen „Freudensprung“ aufs Parket. Von 1,10 GBP|USD ging es auf 1,14 hinauf. Im Februar stand das Pfund aber noch bei 1,33 GBP|USD. Auch EUR|GBP überwand wieder kurz die Marke bei 0,86. Im Februar stand EUR|GBP noch bei 0,82.

Politisch weiter aufgeheizt

Die Märkte versprechen sich nun scheinbar wieder Normalität und geordnete Verhältnisse nach sechs Chaos-Wochen unter Truss. Doch politisch bleibt London ein „heißes Pflaster“. Noch ist nicht klar wen und mit welcher Agenda die Konservativen zu Truss‘ Nachfolger(in) ernennen werden.

Gleichzeitig heizt die oppositionelle Labour Party die Stimmung an und mobilisiert die Gewerkschaften. Zudem hat Schottlands Regionalregierung das Londoner Chaos genutzt, um intensiv für die Unabhängigkeit zu werben. Ein neues Referendum ist für Herbst 2023 geplant.

Notenbank rückt Inflationsbekämpfung wieder in den Fokus

Zumindest geldpolitisch dürfte sich aber die Lage normalisieren. Höhepunkt des geldpolitischen Irrsinns der vergangenen sechs Wochen waren die Notkaufprogramme der Bank of England, um die britischen Pensionsfonds zu retten. Die Bank of England pumpte also noch mehr Geld in das System, während sie gleichzeitig versuchte, die Inflation zu bekämpfen. Der Fokus soll nun aber wieder gänzlich auf der Teuerungsrate liegen, die im September bei 10,1% liegt. Im November wollen Englands Geldhüter mit Anleiheverkäufen beginnen.

Konjunkturell sieht es weiter düster aus. Im August sank das BIP um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die Industrieproduktion gab um 1,8% im Vergleich zum Juli nach. Die Arbeitslosigkeit ist dennoch zuletzt überraschend weiter gesunken und erreicht mit 3,5% den niedrigsten Stand seit 1974. Auch das ein Indiz dafür, dass die Notenbank es sich nicht erlauben kann auf die geldpolitische Bremse zu treten.

Fazit: Das Pfund mag kurzzeitig frohlocken. Gut sind die Aussichten für Britanniens Währung aber weiterhin nicht. FUCHS-Devisen sind weiter GBP-Short, sowohl zum US-Dollar, als auch zum Euro.
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