Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1267
Fuchs-Prognose im Mai 2018

Straffungen stehen bevor

Die Hoffnung auf Zinserhöhungen im laufenden Jahr scheint sich zu erledigen. Der Dollar indes wird von den steigenden Zinsen getrieben. Die Inflaton in Japan führt jedoch zu einem schwächeren Yen.

Der Höhepunkt ist überschritten

Bisher sah die EZB in der starken Konjunktur die Begründung für höhere Zinsen. Denn mit der starken Konjunktur müsste die Inflation bald auf das Zielniveau steigen. Diese Argumentation trägt so angesichts der erkennbaren Abschwächung nicht mehr. Das Wachstum des 1. Quartals ging zurück auf 0,4% zum Vorquartal. Die Konjunktur-Indikatoren schwächen sich ebenfalls ab. Zuletzt ist auch die Inflationsrate wieder zurückgefallen – auf 1,2% per April nach1,4% im März.

Offenbar hat der aktuelle Zyklus seinen Höhenpunkt bereits überschritten. Damit erledigen sich die (von uns ohnehin nie geteilten) Hoffnungen auf schnelle Zinserhöhungen noch im laufenden Jahr. Stattdessen wird sich die EZB eine neue Begründung für die trotzdem im nächsten Jahr fälligen Zinserhöhungen einfallen lassen müssen. Die könnte es geben, wenn sich im Sommer die Effekte der anziehenden Rohstoffpreise zeigen. Hier sehen wir noch einiges Inflationspotenzial.

Fazit: Der Euro gibt zunächst nach. Ein schwächerer Euro bringt die Inflation ein bisschen voran – eine Schmerzpille gegen die kommenden Straffungen.

Zinsdifferenzen ziehen weiter an

Die 10 Jahre laufenden Treasuries stehen unmittelbar vor der Schwelle von 3%. Und der Trend zeigt weiter nach oben. Die Konjunktur schwächt sich nur wenig ab – das häufig schwache 1. Quartal lieferte in diesem Jahr mit 2,3% ein beachtliches Ergebnis. Die aktuellen Indikatoren wie die Einkaufsmanager-Indizes schwächten sich zuletzt etwas ab. Sie blieben aber klar im positiven Bereich über 50 Punkten.

Zudem steigt die Inflation weiter Richtung Zielwert der Währungshüter. Folglich wird der Zins-auftrieb eine Weile weitergehen. Damit wird auch der Dollar weiter zulegen können. Dem stehen lediglich die politischen Risiken gegenüber, die die unberechenbare Trump-Administration hervorruft. Sie könnten zumindest kurzfristig für Belastungen sorgen und damit die Aufwertung des Dollar bremsen.

Fazit: Die Euro-Parität des Dollar wird gegen 1,16 gehen und weiter Richtung 1,12 Dollar je Euro fallen.

Geldpolitik schwächt den Yen

Die jüngsten Inflationsdaten aus Japan weisen auf einen Rückgang hin (1,1% nach 1,5% im Vormonat). Es gab auch wieder rote Zahlen in den Details. Daher wird die Notenbank BoJ an ihrem ultra-expansiven Kurs festhalten, um den Auftriebskräften beim Yen Paroli zu bieten. Das wird sie umso eher tun, als der Außenhandel wieder Impulse für Japan liefert. Die Auslandsnachfrage sorgt für eine steigende Industrieproduktion, während die Handelsbilanz wieder Überschüsse ausweist. Daher wird es bei negativen Einlagenzinsen bei der BoJ bleiben; ebenso bei den Käufen am Rentenmarkt, die letztlich auf einen schwachen Yen zielen.

Fazit: Wir erwarten den Yen durchgehend schwach zum Dollar bei etwa 115 Yen je US-Dollar.

fd2

i

FUCHS DEVISEN Wechselkurs- und Zinsprognose auf 12 Monate

 

Kurs Vorjahr Kurs aktuell 2. Quartal 2018 3. Quartal 2018 4. Quartal 2018 1. Quartal 2019

Hinweis: Diese Tabelle gibt die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr.

USD

1,119

1,2

1,17 – 1,23

1,15 – 1,19

1,12 – 1,17

1,12 – 1,17

CHF

1,097

1,2

1,18 – 1,21

1,18 – 1,21

1,18 – 1,21

1,18 – 1,21

GBP

0,843

0,88

0,87 – 0,93

0,91-0,95

0,91 – 0,95

0,93 – 0,99

JPY

115,800

130,8

129-135

122-130

120-128

120-128

3-Monats Geld

-0,300

-0,33

-0,30 – 0,00

-0,30 – 0,00

-0,30 – 0,00

-0,30 – 0,00

10-Jährige Bund

-0,310

0,53

0,45 – 0,80

0,65 – 0,85

0,70 – 1,05

0,70 – 1,05

 

$

JPY

103,500

109,1

106 - 112

102 -110

100 - 112

100 - 112

3-Monats Geld

0,840

1,82

1,60 – 1,95

1,80 – 2,20

1,80 – 2,20

1,80 – 2,20

10-Jährige Treasuries

1,570

2,95

2,55 – 3,00

2,60 – 3,00

2,80 – 3,20

2,80 – 3,20

Lesen Sie dazu auch unsere vorherige Fuchs-Prognose

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Open Data-Strategie ist Rohrkrepierer

Ohne Daten kein Geschäft

Open Data-Strategie ist Rohrkrepierer. Copyright: Pexels
Die Bundesregierung hat ihre Open-Data-Strategie vorgestellt. Sie sieht darin einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Innovationskraft Deutschlands. Das Ziel ist, Daten von staatlichen Behörden und Instituten nutzbar zu machen. Die sollen Unternehmen dann kommerziell verwerten können. Was ist von der Strategie zu erwarten?
  • Fuchs plus
  • Entscheidend ist, wie viele Mitarbeiter feiern

Lohnsteuerfreiheit hängt von Beteiligung ab

Entscheidend ist, wie viele Mitarbeiter feiern. Copyright: Pexels
Allmählich kehren immer mehr Mitarbeiter in die Fabrikhallen und Büros zurück. So mancher Arbeitgeber plant auch wieder größere Veranstaltungen (z. B. Weihnachtsfeiern). Dazu sollten Unternehmer ein aktuelles Lohnsteuer-Urteil des BFH kennen, damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer steuerlichen Ärger nach einer Veranstaltung vermeiden können.
  • Fuchs plus
  • Anzeichen steigender Inflation in Japan

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch. Copyright: Pexels
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus Japan. Nach Wochen mit eher durchgängig trüben Nachrichten aus dem Land der aufgehenden Sonne überzeugen die jüngsten Handelsdaten. Das schickte den Yen direkt auf ein frisches 7-Wochen-Hoch.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Steuervorteil nur in Reinform

Gemischte Immobilien-Nutzung ist steuer-schädlich

Gemischte Immobilien-Nutzung ist steuer-schädlich. Copyright: Pexels
Gewerbliche Grundstücksunternehmen haben einen Vorteil bei der Gewerbesteuer. Tricky wird es aber, wenn die Immobilien gemischt sind, also eine Kombination aus Gewerbe- und Wohnimmobilien sind. Dazu hat der Bundesfinanzhof gerade ein Urteil gefällt.
  • Fuchs plus
  • Anzeichen steigender Inflation in Japan

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch. Copyright: Pexels
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus Japan. Nach Wochen mit eher durchgängig trüben Nachrichten aus dem Land der aufgehenden Sonne überzeugen die jüngsten Handelsdaten. Das schickte den Yen direkt auf ein frisches 7-Wochen-Hoch.
  • Fuchs plus
  • USA werden zum Kapitalmagneten

Chancen im Cable

USA werden zum Kapitalmagneten. Copyright: Pexels
Die US-Konjunktur läuft und schiebt den Dollar an. Dahinter stehen vor allem zunehmende Spekulationen, dass die Fed sich doch eher als offiziell angedeutet wird bewegen müssen. Daraus ergeben sich Chancen im Cable und in einer weiteren kleinen Währung.
Zum Seitenanfang