Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2490
Geldpolitik bringt Euro-Kurs weiter unter Druck

Zinsschritt der Fed wird immer unwahrscheinlicher

Der Markt spiegelt derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von 20% für eine Zinssenkung im Juni wider. Die Frage in den kommenden Wochen wird sein, ob die Fed überhaupt zwei Zinssenkungen durchführen kann.

Seit Monaten deklarieren FUCHS DEVISEN die Zinssenkungsvorhersagen, die am Markt kursierten, als reichlich optimistisch. Nun fahren die Märkte ihre Bremsmanöver. Denn sie müssen angesichts der US-Inflationszahlen ihre Erwartungen auf mehrere Zinsschritte der Fed nach unten revidieren. Die Inflation im März war erneut höher als erwartet und stieg um 0,4% gegenüber dem Vormonat. Die Kerninflation, die Preise für Dienstleistungen ohne Mieteinbeziehung, stieg ebenfalls um 0,5%. Das ist deutlich über dem Ziel der Fed von 2%.

Ein hauseigener Indikator der Bank Sarasin aus der Schweiz zeigt, dass die zyklische Inflation bei etwa 5% verharrt. Das mache eine Zinssenkung durch die Fed im Juni sehr unwahrscheinlich, kommentiert die Bank. Denn es gibt nur noch eine CPI-Veröffentlichung vor dem nächsten FOMC-Treffen. Die Fed möchte aber zwei aufeinanderfolgende Monate sehen, die in etwa ihrem Ziel entsprechen, bevor sie genug Vertrauen hat, dass die Inflation auf Kurs ist.

Kerninflation deutlich zu hoch

Die US-Kerninflation stieg jährlich auf 3,8%. Und obwohl der Trend der letzten zwei Jahre nach unten zeigt, wird es für die Fed schwierig sein, diese Ergebnisse als bloße "Unebenheit" auf dem Weg abzutun. Die Kernpreise stiegen trotz eines Rückgangs bei den Kerngüterpreisen um 0,4%, und die Mietpreisinflation ist nun auf einem Niveau, das den Marktmieten entspricht.

Allgemein wird erwartet, dass die Inflation auf Jahresbasis aufgrund von Basiseffekten sinkt. Jedoch wird sie voraussichtlich höher bleiben als der historische Durchschnitt von etwa 3%. Steigende Energiepreise und stärkere Produktionstätigkeit könnten den senkungsträumen ein noch unangenehmeres Erwachen bescheren.

Fazit: Für den Euro-Kurs bedeutet das nichts Gutes. Die Konjunktur im Euroraum lahmt weiter und die EZB steckt in der Zwickmühle. Senkt sie die Zinsen, wagt also den Alleingang, dann dürfte der Euro deutlich nach unten driften. Pari im Herbst kommt wieder in Sicht.

Empfehlung: Vorsichtig bleiben und auf den Eurokurs absichern.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Europäische Geldpolitik entgleist

EZB wird bald Inflation importieren

Europäische Zentralbank © Michael Zegers / imageBROKER / picture alliance
Die EZB steuert unter Christine Lagarde einen riskanten Glaubwürdigkeitskurs. Im nächsten Monat wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen senken. So wurde es durch Aussagen mehrerer EZB-Ratsmitglieder angekündigt. Das läuft aber konträr zum inzwischen sanft einsetzenden Aufschwung. Die EZB beschwört damit auch die Geister, die sie noch gar nicht losgeworden ist.
  • Fuchs plus
  • Werden Diamanten zu einem Massenprodukt?

Unruhe am Diamantenmarkt

Diamanten könnten zu einem Massenprodukt werden. Diese Entwicklung zeichnet sich beim Blick auf die Entwicklungen am Diamantmarkt ab. Jetzt hat sogar De Beers den Preis für seine Schmuck-Kollektion aus künstlichen Diamanten um 40% gesenkt. Viele Händler nehmen die synthetischen Steine ins Sortiment und hoffen auf ein Mengen-Geschäft.
  • Fuchs plus
  • Profiteur der geopolitischen Spannungen mit China

Japan erlebt ein Wirtschafts-Revival

Japan ist wieder zu einem Anziehungspunkt für Unternehmen, Milliardäre, Touristen und Anleger geworden. Das Land der aufgehenden Sonne erlebt nach mehr als 30 Jahren Stagnation einen Wirtschafts-Frühling. Das liegt auch daran, dass es erhebliche Umschichtungen von China nach Japan gibt.
Zum Seitenanfang