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Huthi-Angriffe treiben Frachtpreise hoch

Suez-Kanal länger unsichere Route

Blick vom Bug eines Containerschiffes auf den Suezkanal. © BirdImages / Getty images / iStock
Die Indizes für die Container-Preise zeigen es noch nicht an. Aber die Huthi-Angriffe auf Containerschiffe im Roten Meer treiben die Frachtpreise bereits kräftig in die Höhe. FUCHSBRIEFE zeigen, wie lange sich Unternehmen auf Unregelmäßigkeiten einstellen müssen.
Die Angriffe der Huthi auf Containerschiffe im Roten Meer treiben die Frachtraten auf dieser Route steil nach oben. Die Preise für Container von Asien ins Mittelmeer sind seit Mitte Dezember von ca. 2.500 US-Dollar/FEU (40-Fuß-ISO-Container) auf über 5.000 US-Dollar/FEU gestiegen, so der Frachtmarkt Freightos. 

Der China Containerized Freight Index der Shanghai Shipping Exchange für Schiffstransporte aus China ins Mittelmeer kletterte binnen einer Woche (22.12. bis 29.12.) um 10,4%. Da die Frachtraten bei den meisten Warengruppen einen nur geringen Anteil von 2% bis 4% ausmacht, ist der Preisanstieg der Frachtraten noch zu verschmerzen.   

Krisenherd Naher Osten macht weitere Preissteigerungen wahrscheinlich

Weitere Preissteigerungen sind aber durchaus möglich, vor allem bei weiteren Attacken oder einer Ausweitung des Konfliktes und der Kampfhandlungen. Das kann nach den Angriffen Israels im Libanon und dem Attentat im Iran nicht ausgeschlossen werden. Die Folgewirkungen der Angriffe werden mindestens bis in den Februar wirken, so eine Analyse der ING. 

Die Reedereien reagieren bereits mit Umleitungen und umfahren Afrika (+6.000 Km). Dadurch werden sich etliche Fahrten um voraussichtlich sieben bis vierzehn Tage verlängern. Diese Verzögerungen erhöhen die Gefahr von Staus an den Häfen, weil die geplante Taktung durcheinander kommt. Treffen dann mehrere verspätete Schiffe gleichzeitig am Hafen ein, könnte es an den Terminals zu Engpässen kommen und sich die Verladezeit erhöhen. 

Situation ist für Unternehmen weniger brenzlich als während der Corona-Pandemie

Dass die Frachtratenpreise so hochschießen wie in der Corona-Pandemie, ist nicht absehbar. Anders als 2020 können die Reedereien noch Leerkapazitäten nutzen, es gibt keine strengen Corona-Sicherheitsmaßnahmen und auch die Fluggesellschaften haben anders als 2020 noch Kapazitäten, um dringliche Lieferungen zu übernehmen. Bislang gibt es keinen Anstieg der Luftfrachtraten.

Fazit: Die Transportroute durch den Suez-Kanal wird längere Zeit ungewiss sein und teurer werden. Unternehmen sollten sich zudem auf längere Laufzeiten für Waren einstellen.
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