Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1748
Top-Performer verzerren das Marktbild

Börsen vor dem Wintersturm

Börsenchart und sich annähernder Wintersturm als Fotografie © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Die Börsen steigen in luftige Höhen - allen voran in den USA, etwas schwächer in Europa. Angesichts sich nach hinten verschiebender Zinserwartungen ist das bemerkenswert. Doch es ist eine andere Euphorie, die derzeit noch immer die Kurse vieler großer Unternehmen anheizt.
Die Märkte geben derzeit ein verzerrtes Bild ab. Denn obwohl immer klarer ersichtlich ist, dass es im Frühjahr keine Zinssenkungen geben wird, steigen die Aktienmärkte - allen voran in den USA - immer weiter. Der Tech-Index Nasdaq, den die schmelzenden Zinshoffnungen besonders belasten sollten, stieg seit Jahresbeginn um 5,77%. Beim S&P 500 sind es 2,65%. Etwas gemächlicher geht es an den europäischen Börsen zu. Der DAX steht heute 0,40% über seinen Jahresanfangskursen. 

Die starke US-Performance wird nur von wenigen Titeln getragen, die in den Indizes aber hoch gewichtet sind. Allein der Chip-Riese NVIDIA ist seit Jahresbeginn um mehr als 23,45% gestiegen. Bei Meta sind es 15,47%, bei Microsoft 7,05%, Alphabet 6,42% und IBM 6,35%. Die deutsche SAP (17,05%) verzerrt den DAX. Die KI-Euphorie treibt die Kurse noch immer mehr als die schmelzenden Zinshoffnungen sie bremsen könnten. Aus unserer Sicht ist das ein Warnsignal.

Notenbanken gehen in den Warten-Modus über

Denn konjunkturell gibt es kaum Positives zu vermelden. Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr um 2,6% wachsen. 2023 waren es noch ca. 3%. Ausgebremst wird die Weltwirtschaft von der Zinspolitik, die vorerst keine Lockerungen signalisiert. Inzwischen glauben nur noch 42% der Marktteilnehmer an eine Zinssenkung der Federal Reserve im März. Vor einer Woche waren es noch fast 60% (FK vom 17.01.2024). Die EZB beließ ihren Leitzinssatz heute bei 4,5% und hat vor dieses Niveau bis in den Sommer zu halten.

In der kommenden Woche gibt dann die Federal Reserve ihren Ausblick auf die weitere Geldpolitik. Sie wird die Zinsen konstant halten und den Märkten ein klares Signal geben, dass es im März noch keine Zinssenkung geben kann. Den Text dafür, kann sie sich von der Bank of Canada leihen, die in dieser Woche die Zinsen ebenfalls unverändert ließ. Deren Gouverneur Tiff Macklem betonte, dass es wichtig sei seinen Landsleuten kein "falsches Gefühl" zu vermitteln.

Absicherungen schützen vor Kursverlusten

Aus unserer Sicht ist es empfehlenswert sich auf einen "winterlichen Börsensturm" einzustellen. Gerade an den europäischen Börsen, die weder eine starke KI-Perspektive noch eine Stellung als sicherer Hafen für sich reklamieren können, erwarten wir sinkende Kurse. Gleiches gilt auch für die vielen US-Unternehmen der zweiten Reihe. Die großen Tech-Werte sind aus unserer Sicht seit Wochen stark korrekturanfällig - die will aber partout nicht eintreten.

Wer sich vor diesem Sturm schützen möchte, fährt die Absicherungen hoch. Das können etwa Absicherungsinstrumente sein, die FUCHS-Kapital Ihnen bereits vorgestellt hat. Dafür bietet sich z.B. ein Optionsschein auf den Volatilitäts-Index VIX an (FK vom 11.01.2024, ISIN: DE 000 SU4 ZX6 0). Auch mit einem DAX-Put wie in unserem FUCHS-Depot, sichern Sie sich bei Kursverlusten ab (FK vom 07.12.2023, ISIN: DE 000 JL7 YS1 4).

Fazit: Die Börsen bleiben Korrekturanfällig. Neukäufe drängen sich aus unserer Sicht derzeit noch nicht auf.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Europäische Geldpolitik entgleist

EZB wird bald Inflation importieren

Europäische Zentralbank © Michael Zegers / imageBROKER / picture alliance
Die EZB steuert unter Christine Lagarde einen riskanten Glaubwürdigkeitskurs. Im nächsten Monat wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen senken. So wurde es durch Aussagen mehrerer EZB-Ratsmitglieder angekündigt. Das läuft aber konträr zum inzwischen sanft einsetzenden Aufschwung. Die EZB beschwört damit auch die Geister, die sie noch gar nicht losgeworden ist.
  • Fuchs plus
  • Werden Diamanten zu einem Massenprodukt?

Unruhe am Diamantenmarkt

Diamanten könnten zu einem Massenprodukt werden. Diese Entwicklung zeichnet sich beim Blick auf die Entwicklungen am Diamantmarkt ab. Jetzt hat sogar De Beers den Preis für seine Schmuck-Kollektion aus künstlichen Diamanten um 40% gesenkt. Viele Händler nehmen die synthetischen Steine ins Sortiment und hoffen auf ein Mengen-Geschäft.
  • Fuchs plus
  • Profiteur der geopolitischen Spannungen mit China

Japan erlebt ein Wirtschafts-Revival

Japan ist wieder zu einem Anziehungspunkt für Unternehmen, Milliardäre, Touristen und Anleger geworden. Das Land der aufgehenden Sonne erlebt nach mehr als 30 Jahren Stagnation einen Wirtschafts-Frühling. Das liegt auch daran, dass es erhebliche Umschichtungen von China nach Japan gibt.
Zum Seitenanfang