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Die Meinung der anderen im Januar 2020

Dollar unter leichtem Druck

Da strahlt er wieder: auch die Ökonomen sehen eine Euro-Stärke voraus. Copyright: Picture Alliance
Die Bankhäuser sind sich ausnahmsweise einig, zumindest was die Entwicklung des Währungspaares EUR|USD angeht. Auch die von uns befragten Experten sehen ein Ende der Euro-Schwäche voraus. In anderen Feldern gehen die Einschätzungen jedoch auseinander.

Das hat Seltenheitswert ... Die Ökonomen sind sich bei der Einschätzung von EUR|USD ziemlich einig. Demnach wird der Euro-Wechselkurs innerhalb der nächsten zwölf Monate steigen, aber unter 1,20 verharren. Trotz der wirtschaftlichen Schwäche, die vor allem die deutsche Wirtschaft erfasst, die zunehmend unter der Reformfaulheit der Bundesregierung (Rente, Steuern u.v.a.m.) leidet.

Die Commerzbank nimmt größere Anpassungen vor

Besonders deutlich haben die Commerzbank-Volkswirte ihren Datenkranz angepasst. Den US-3-Monatszins in USA sehen sie – auch wahlkampfbedingt – Ende 2020 bei nur noch bei 1,55, die Zehnjährigen bei 1,40. In 3 Monaten allerdings liegt deren Rendite bei 1,90 – vor einem Monat hatten die Banker noch 1,60 angenommen.

Berenberg erwartet eine langsame Rückkehr „zu etwas normaleren Verhältnissen mit abnehmenden Risiken". Insgesamt würden dann sichere Anlagehäfen weniger gesucht sein, sodass die Zinsen in Deutschland und den USA ganz allmählich steigen könnten.

Tut sich etwas in Japan?

Die kanadische CIBC sieht Impulse für den Yen im neuen Jahr. Die Regierung von Premierminister Abe habe einen aggressiveren als den erwarteten fiskalischen Anreiz von 13,2 Mrd. JPY vorgeschlagen, der möglicherweise 1,4% des BIP entspricht. Für die Wechselkurspaare USD|JPY und EUR|JPY erwartet die Bank auf Jahressicht so gut wie keine Veränderung. EUR|USD sieht die COBC auf Dreimonats-wie Jahressicht unverändert.

HSBC kann sich bislang nicht zu einer optimistischeren Prognose für den Euro durchringen. Noch gebe es keine klaren Anzeichen, dass sich die Wirtschaft erholt, die Geldpolitik habe ihre Möglichkeiten ausgeschöpft. In Ermangelung einer weiteren wirtschaftlichen Verschlechterung würden zusätzliche Zinssenkungen jedoch minimal sein, erwartet die HSBC. Damit werde „ein Performancetreiber für Staatsanleihen beseitigt". Pictet und LBBW lassen ihre Prognosen unverändert.

FD_200103_3_DMDA_neu2019

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Berenberg

Commerzbank

LBBW

Pictet
WM

CIBC

HSBC

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

* Werte vom Vormonat
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,12

1,12

1,14

1,14

1,13

1,13

1,12

1,12

1,14

1,14

1,10

1,10

3 Monatszins

-0,50

-0,50

-0,38

-0,49

-0,50

-0,50

10 J Anleihen

-0,10

-0,20

-0,20

-0,60

-0,50

-0,50

-0,35

-0,30

USD

JPY

107

107

104

104

108

108

107

107

104

103

105

105

3 Monatszins

1,70

1,70

1,90

1,85

1,75

1,75

10 J Anleihen

2,10

2,00

1,90

1,60

1,75

1,75

1,75

1,75

JPY

EUR

120

120

119

119

122

122

120

120

119

117

3 Monatszins

-0,05

-0,05

-0,05

-0,05

-0,20

-0,20

10 J Anleihen

-0,10

-0,10

-010

-0,20

-0,20

-0,20

-0,10

0,00

auf 12 Monate

EUR

USD

1,15

1,16

1,18

1,20

1,14

1,14

1,16

1,16

1,16

1,16

1,10

1,10

3 Monatszins

-0,50

-0,50

-0,41

-0,51

-0,55

-0,55

10 J Anleihen

0,30

0,30

-0,50

0,30

-0,25

-0,25

-0,15

-0,20

USD

JPY

105

105

100

100

110

110

100

100

101

100

105

105

3 Monatszins

1,75

1,75

1,55

1,80

1,30

1,30

10 J Anleihen

2,20

2,20

1,40

1,50

2,00

2,00

2,10

2,10

JPY

EUR

121

122

118

120

126

126

116

116

117

116

3 Monatszins

0,00

0,00

-0,05

-0,05

-0,15

-0,15

10 J Anleihen

0,15

0,15

-0,20

-0,10

-0,10

-0,10

0,05

0,05

Fazit: „Die Inflation ist tot wie ein rostiger Nagel". Von dieser Weisheit Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller, die sich bald darauf als Torheit entpuppte, gehen die Ökonomen auch für 2020 aus. Hier liegt die Achillesferse aller Prognosen sowie der derzeitigen Geld- und Wirtschaftspolitik überhaupt.

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