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Nachhaltigkeit und Baubranche laufen gut

Italien bietet Wachstums-Chancen

© George Dolgikh / stock.adobe.com
Wirtschaft und Unternehmen stehen unter Druck und Deutschland steckt in der Rezession. Darum ist es eine sehr gute Nachricht, dass der Handel mit Italien äußerst stabil läuft. Für deutsche Unternehmen gibt es sogar noch einige Geschäftschancen in der drittgrößten Volkswirtschaft der EU.
Deutschen Unternehmen bieten sich in einigen Branchen gerade gute Geschäftschancen mit Italien. Trotz des schwierigen Konjunkturumfeldes ist der bilaterale Handel mit Italien stabil. Der deutsch-italienische Handelsaustausch belief sich in der ersten Jahreshälfte 2023 auf 86,5 Mrd. Euro. Das ist ein Anstieg von 0,3% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Exporte nach Italien stiegen auf 47,1 Mrd. Euro (+1,5%). Die Ausfuhren nach Deutschland gingen leicht zurück auf 39,4 Mrd. Euro (-1,0%). 

Vor allem die deutschen Fahrzeug- und Maschinenbauer melden gute Italien-Daten. Sie exportierten im 1. Halbjahr Fahrzeuge im Wert von 7,87 Mrd. Euro (+26,3%) bzw. Maschinen im Wert von 6,04 Mrd. Euro (+13,3%). Auch die Lebensmittelproduzenten (3,38 Mrd., +19,9%) und Elektrohersteller (6,57 Mrd., +11,9%) melden Zuwächse. Herbe Rückgänge verzeichnete die chemisch-pharmazeutische Industrie (9,48 Mrd., -20,9%). Auch die Eisen- und Stahlindustrie (5,05 Mrd., -3,6%) exportierte weniger.

Geschäftschancen in den Bereichen Bau und Greentech

Für deutsche Unternehmen gibt es in Italien vielfältige Geschäftschancen. So stieg der Wert der Gebäudeinvestitionen im Jahr 2023 um 5,4%. Das hat der Bauverband ACNE errechnet. Der Tief- und Verkehrsbau (Straße und Schiene) und die EU-Förderungen stabilisieren die Auftragslage. 31,5 Mrd. Euro sind für nachhaltige Mobilität und den Ausbau der Schieneninfrastruktur vorgesehen.

Auch in den Bereich Dekarbonisierung und Green Tech gibt es Chancen. Zwar sind hier auch italienische Unternehmen tätig. Allerdings sei der Bedarf so hoch, dass es auch für deutsche Unternehmen Auftragschancen gäbe, so Germany Trade and Invest. Geschäftsfelder seien u.a. der Ausbau der Erneuerbaren Energien, Wärmepumpen, elektrische Boiler, Monitoring und Messungen usw.

Italien besonders vom Klimawandel betroffen

Zudem muss sich Italien immer stärker gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Das Land leidet gleichzeitig an Überschwemmungen und Dürren. Das verspricht Aufträge für Unternehmen im Bereich Wasser- und Abfallmanagement sowie Kreislaufwirtschaft. Auch die Landwirtschaft ist auf Innovationen angewiesen.

Fazit: Der Handel mit Italien erweist sich als äußerst resilient. Darüber hinaus gibt es einige Chancen-Sektoren.

Hinweis: Wer noch keine Kontakte in Italien hat, kann sich an die AHK Italien wenden, um sich zum Markteintritt beraten zu lassen: www.ahk-italien.it

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