Chart der Woche vom 26. August 2021: Daimler. Copyright: Pexels
Technisch orientierte Anleger nehmen die Aktie der Daimler AG näher in Augenschein. Der Kurs des Automobilkonzerns mit Sitz in Stuttgart rutschte Ende vergangener Woche in die Nähe eines wichtigen technischen Unterstützungsniveaus. Hier scheint sich der Kurs nun wieder zu fangen. Daraus entsteht ein Trading-Signal.
Batterien und Elektromotoren sollen sich auch als Lkw-Antrieb durchsetzen. Das erwarten die großen Lkw-Produzenten Europas. Schon in diesem Jahr bringen sie eine breite Palette an elektrischen Modellen auf den Markt. Ab Mitte des Jahrzehnts sollen auch Fernverkehrs-Lkw mit Batterie fahren.
Auffällig viele Insider-Käufe bei Mercedes. Copyright: Pexels
Der neue Chef des Daimler-Konzern macht offenbar vieles richtig. Der Gewinn steigt deutlich, trotz gesunkenem Umsatz. Das Unternehmen wird umstrukturiert und zum Teil an die Börse gebracht. Die Aktionäre dürften noch Freude mit der Aktie haben.
Stuttgart ist seit Jahren sehr erfolgreich. Besonders die Industrie wuchs stark, die Löhne sind sehr hoch. Aber der Erfolg hängt einseitig von der Autoindustrie ab - und die ist stark im Wandel. Das kann die Stadt in eine Krise zu führen.
FUCHS-Briefe
Autoindustrie-Manager unterschätzen die zukünftige Bedeutung der Software
Vernetzte "smarte" Autos sind ein Trend, auf dem die deutsche Automobilindustrie noch viel zu wenig aufgesprungen ist. Copyright: Pixabay
Die deutsche Autoindustrie kann ein weiteres gutes Jahrzehnt erwarten, mit steigender Produktion. Aber die Schwäche bei der Software ist besorgniserregend. Denn eine wichtige Ertragssäule der Autohersteller wird in diesem Jahrzehnt erodieren.
Die EU wird an den Strafzahlungen der Autoindustrie für die Überschreitung der CO2-Grenzwerte ab 2021 nicht festhalten. Die Industrie hat für Europas Wirtschaft eine große Bedeutung. Schon die Umstellung auf E-Autos ist eine Belastung. Nun kommt es noch härter.
FUCHS-Briefe
Am Anfang einer politischen und wirtschaftlichen Achterbahnfahrt
Deutschland steht noch am Anfang einer politischen und wirtschaftlichen Achterbahnfahrt. In Volksparteien und Großkonzernen – die, die uns politisch und wirtschaftlich getragen haben – spiegelt sich der enorme Umbruch, der uns gesamtgesellschaftlich bevorsteht. Diese Phase braucht wiederum andere Führungspersönlichkeiten als wir sie zuletzt hatten, glaubt FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber.
Im Kursverlauf von Daimler ist momentan eine klare Abwärtskonsolidierung zu erkennen. Im Chartbild sierht man nun die Ausbildung eines Doppel-Bodens. Von dort aus sollte es an und für sich wieder aufwärts gehen. Drückt Daimler jetzt aufs Gas oder wird der Motor abgewürgt?
Diesel-Krise und schwache Verkaufszahlen. Beim Ergebnis von Daimler ist nicht alles Gold. Die Aktie notiert jedoch einen Gewinn. Auch weil vor niedrigeren Gewinnen bereits im Vorhinein gewarnt wurde. Fuchs nimmt die Aktie besonders für Value-Anleger nochmals besonders in Blick.
Die Abwärtsbewegung beim DAX ging auch an Daimler nicht vorbei. Die Aktie ist günstig und sendet auf dem aktuellen Kursniveau ein technisches Kaufsignal.
Den DAX-Kursrutsch kann man für die Suche nach unterbewerteten Aktien verwenden.
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Mit momentan rund 11.200 Indexpunkten notiert der Deutsche Aktienindex DAX so tief wie zuletzt vor zwei Jahren. Viele Werte „glänzen" mit einer ausgesprochen günstigen Bewertung. Nun heißt es, die Rosinen zu picken.
Quasi über Nacht wurde Li Shu Fu größter Einzelaktionär bei Daimler. Noch hat der Einstieg des chinesischen Investors keinen Einfluss auf den Kursverlauf der Aktie. Jedoch sehen die Prognosen, trotz der Diskussion um den Diesel, hervorragend aus.
Bei Daimler tragen Investoren aus Compliancesicht ein mittleres Risiko.
Daimler vermittelt das Bild eines Autobauers, bei dem zur Compliance sämtliche Prozesse strukturiert angelegt sind. Aber Zweifel, ob sie gelebt werden, sind angebracht. Dafür spricht eine Reihe von Punkten.