Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
3129
Wo die Anleiherendite schon höher ist als die Dividendenrendite

Anleihen gewinnen an Attraktivität

Taste auf einer PC-Tastatur mit Aufschrift Anleihemarkt. © momius / stock.adobe.com
Mit der Alternativlosigkeit von Aktien ist es vorbei. Inzwischen gibt es auch am deutschen Anleihemarkt wieder attraktive Angebote. FUCHSBRIEFE zeigen Ihnen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Anleiherenditen börsennotierter Unternehmen übersteigen immer häufiger die Dividendenrenditen der entsprechenden Aktien. Damit gelangt nun auch der deutsche Markt an den Kipppunkt, den die USA bereits im vergangenen Sommer erreichte (FB vom 29.08.2022). Vor allem für einkommens- und sicherheitsorientierte Anleger entstehen dadurch nun Umschichtungsoptionen, um die laufenden Erträge eines zu optimieren.

Zudem erhöht sich der Druck auf die Aktien. Für immer mehr Anleger, vor allem die, die auf sichere Erträge angewiesen sind (z.B. Pensionsfonds, Stiftungen, Privatiers, Ruheständler), werden (kurzlaufende) Anleihen verstärkt zu einer Alternative zu Aktien. Die Mittelzuflüsse in Anleihen werden darum perspektivisch steigen, die Zuflüsse in Aktien sinken.

Anleihen mit attraktiven Renditen

Ein Blick auf die gemessen am Handel beliebtesten Aktien der Deutschen zeigt, wo es Ertragsoptimierungschancen gibt. FUCHSBRIEFE hat nach Anleihen von DAX-Unternehmen gesucht, die mindestens noch eine Restlaufzeit von einem Jahr haben und deren jährliche Renditen oberhalb der Dividendenrendite liegt: 

  • So liegt die Dividendenrendite der Aktien des Softwareriesen SAP bei 2,09%. Die Anleiherendite liegt je nach Laufzeit zwischen 2,17% und 3,29%.
  • Telekom-Aktionäre freuen sich derzeit über eine Dividendenrendite von 3,15%. Bei Telekom-Anleihen erhalten sie zwischen 2,81% und 3,71%.
  • Die Dividendenrendite der Deutsche Bank liegt bei 2,01%, die Anleiherendite zwischen 1,84% und 5,61%.
  • Bei der Deutschen Börse gibt es 1,77% Dividende und dem gegenüber Anleiherenditen zwischen 2,73% und 3,74%.
  • Der Energieriese RWE zahlt eine Dividende von 2,20%. Die Anleihen rentieren zwischen 3,40% und 4,33%.
Daneben gibt es weiterhin einige Aktien, die Dividenden oberhalb ihrer Anleiherenditen ausschütten. Sicherheitsorientierte Anleger nehmen hier defensive Titel wie die Deutsche Post (4,13%), E.On (4,12%) oder Munich RE (3,19%) in Augenschein. Bei hohen Dividendenrenditen von zyklischen Unternehmen wie BASF (6,72%), Covestro (9,12%) oder Volkswagen (7,22%) sollten sie Vorsicht walten lassen. Im rezessiven Umfeld sind die Aktien dieser Titel besonders verlustanfällig.
Fazit: Je nach Anlagestrategie wird sich immer öfter die Frage stellen: Aktien oder Anleihe? Anleger, denen Sicherheit und regelmäßige Erträge wichtiger sind als der Wertzuwachs ihres Vermögens, finden auch am deutschen Anleihemarkt wieder attraktive Möglichkeiten. Angesichts der hohen Inflation damit aber weiterhin keine Realrendite möglich.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Vom Vermessungsspezialisten zum Vorreiter in der digitalen Landwirtschaft

Trimble: Plattform für smarte Landwirte

Trimble revolutioniert die Landwirtschaft durch datengetriebene Technologien. Der Fokus auf Software as a Service steigert Margen und reduziert die Hardwareabhängigkeit. Die Aktie ist gut gewachsen, aber die fundamentale Bewertung geschrumpft.
  • Fuchs plus
  • KWS Saat: Chancen in der Agrarwirtschaft durch digitale Transformation

KWS Saat: Pflanzenzüchtung mit KI und digitale Lösungen

KWS Saat treibt den Wandel der Agrarwirtschaft voran, indem es klassische Pflanzenzüchtung mit digitalen Technologien verknüpft. Mit KI und Digital Farming beschleunigt KWS die Züchtung und bietet integrierte Agrarlösungen. Welches Wachstumspotenzial hat die Aktie?
  • Fuchs plus
  • Online-Händler: IDO-Verband ist kein abmahnberechtigter Wirtschaftsverband

OVG NRW stoppt Abmahn-Verein IDO

Abmahnungen von Abzockern sind an der Tagesordnung. Wichtig ist vor allem, seinen Pflichten als Online-Händler ordnungsgemäß und rechtzeitig nachzukommen und so erst gar keinen Anlass zu geben.
Zum Seitenanfang