In Deutschland gibt es derzeit kaum noch Mittelständler, die keinen Zahlungsverzug bei ihren Kunden erleben. Dagegen fallen die Zahlungsverzögerungen in Westeuropa deutlich geringer aus.
In Frankreich nimmt der Zahlungsverzug stark zu. Obwohl die Unternehmen traditionell viel längere Fristen zur Begleichung von Rechnungen zulassen schieben immer mehr Unternehmen die fristgerechte Zahlung von Rechnungen auf.
Eine EU-Regelung zum Zahlungsverzug könnte das genaue Gegenteil dessen bewirken, was damit beabsichtigt ist. Es bestehe die Gefahr, dass die Zahl der Insolvenzen stark in die Höhe geht. Denn künftig sollen Rechnungen spätestens 30 Tage nach Erhalt bezahlt werden - oder es solle automatisch Verzugszinsen anfallen.
Immer mehr Unternehmen beschweren sich (wieder) über die sinkende Zahlungsmoral ihrer Partner. Bislang ist das "nur" Zurück zu der Normalität, die vor der Corona-Krise herrschte. Daraus könnte aber ein Problem für KMU werden.
FUCHS-Kapital
Drohender US-Zahlungsausfall, Inflation und Konjunkturdaten belasten
An den großen europäischen und amerikanischen Börsen ist derzeit wenig Bewegung. Die Marktteilnehmer sehen derzeit zu viele Unwägbarkeiten, die eine große Bewegung nach oben rechtfertigen würden. Allerdings gibt es auch in diesem Umfeld Lichtblicke und Chancen, die Anleger nutzen können. FUCHS-Kapital zeigt sie auf.
Weltweit lassen sich Unternehmen immer mehr Zeit, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das ist ein wichtiger Befund, um den Zustand der Weltwirtschaft korrekt zu beschreiben. Deutschland steht dabei noch gut da. Ein Grund zur Entwarnung ist das nicht.
FUCHS-Briefe
Verjährungsfristen und Aufschubmöglichkeiten beachten
Immer mehr Unternehmen klagen darüber, dass Zahlungen verspätet oder im schlimmsten Fall gar nicht getätigt werden. Wenn das eintritt, bleibt Unternehmen oft nur der Rechtsweg, um an die ihnen zustehende Bezahlung zu gelangen. Gerade zum Jahreswechsel gibt es dann immer wieder wichtige Fristen zu beachten.
Die Unternehmen schieben die Fristen für die Begleichung ihrer Rechnungen nach hinten. Schuld ist das schlechtere wirtschaftliche Umfeld. Tatsächlich müssen die Firmen aber bisher noch nicht länger auf ihr Geld warten als 2017. Das spätere Zahlungsziel ist ein Trick.
Die bekannten Gelben Seiten, die Branchenbücher, in denen Firmen Auskunft zu Telefonnummern, Adressen, Faxnummern und Firmen-Infos geben, sind inzwischen natürlich auch Online. Mit einer fiesen Masche ging jetzt allerdings ein Adressensammler bei den Unternehmen auf Kundenfang.
Zahlungsrückstände von Mieten müssen komplett ausgeglichen werden. Bei Teilzahlungen von bestehenden Rückständen ist eine fristlose Kündigung rechtens.
Italiens Wahlsieger, die keine Regierung zustande gebracht haben, haben beim Volk Illusionen genährt. Die werden sie nach einer Neuwahl – ähnlich wie die Griechen – weitgehend einsammeln müssen. Dennoch kommen auf Europas Politiker schwierige Verhandlungen zu.