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Taktgeber Konjunktur statt Inflation

Die EZB stellt sich an die Seitenlinie

Christine Lagarde. © European Central Bank 2023
Sie machts noch einmal: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,5% angehoben. Der Euro hat daran schwer zu knabbern und fällt. Wie geht es weiter bei EUR|USD?
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins zum zehnten Mal in Folge angehoben. Genau das hatten FUCHS-Devisen in der vorigen Woche prognostiziert (FD vom 08.09.2023). Die ersten Marktreaktionen waren allerdings anders als erwartet: So sank EUR|USD von Kursen um 1,073 auf 1,066. Der DAX hingegen machte einen Satz nach oben von 15.600 auf nahezu 15.800 Punkte.

Die Märkte goutieren damit offenbar, dass diese Zinsentscheidung die vorerst Letzte gewesen sein dürfte. Die EZB wird sich das Geschehen vorerst von der Seitenlinie anschauen und wohl frühestens im kommenden Sommer an Zinssenkungen denken. Zwar betont EZB-Chefin Christine Lagarde, dass sich die EZB die Tür für weitere Zinserhöhungen offenhalte. Ob es dazu kommt, bleibt aber abzuwarten. 

US-Konjunktur erreicht erst noch die Talsohle

Vor diesem Hintergrund werden nun vor allem die Konjunkturdaten wieder zu den Taktgebern der Märkte. EUR|USD dürfte dabei hauptsächlich von den US-Daten getrieben werden. Denn auch die Federal Reserve wird in der kommenden Woche (20.09.) ihren Leitzins beibehalten. Das ist in den Kursen bereits eingepreist, wird also nicht zu größeren Ausschlägen in den Wechselkursen führen. Strukturell gerät der Dollar aber dadurch unter Druck.

Der Konjunkturausblick der USA sieht ebenso trüb aus wie der der Eurozone. Dass sich die US-Konjunktur bislang erstaunlich robust hält, ändert daran auch nichts. Der Unterschied zur Eurozone ist, dass die USA aus einem guten 1. Halbjahr kommend in das konjunkturelle Tal laufen, in dem sich Europa bereits befindet. Wir erwarten darum einen steigenden EUR|USD-Kurs. Mit Blick auf den Jahreswechsel sehen wir EUR|USD wieder über 1,10.

Suche nach Alternativen gewinnt an Bedeutung

Vor diesem Hintergrund raten wir Anlegern dazu auch ihre Aktienportfolios umzuschichten. Zwar ist es klar, dass europäische und US-amerikanische Aktien auch in Zukunft den größten Anteil an den Portfolios hiesiger Anleger haben werden. Dafür sprechen ihre Größe, der einfache Marktzugang und das Wissen um diese Märkte. 

Daneben wird es aber immer wichtiger, den regionalen Blick zu weiten. Das bedeutet einerseits, sich in sicheren Häfen (Schweiz, Norwegen, Australien, Kanada) umzusehen. Genauso werden aber auch Schwellenländer wichtiger. Mehr zu einer strategischen Markt-Allokation lesen Sie im kommenden FUCHS Geldanlagebuch 2024, dass Sie jetzt vorbestellen können. Mehr Informationen unter: www.fuchsbriefe.de/gab2024

Fazit: Die Geldpolitik tritt in den Hintergrund, stattdessen werden verstärkt wieder die Konjunkturdaten die Währungspaare beeinflussen. Wir erwarten, dass der Euro zum Dollar stärker tendieren wird.
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