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Nun auch von außen Druck auf den Yen

Japan importiert Inflation

Japan importiert Inflation. Copyright: Pixabay
Aus der Krise herauswachsen – dieses Ziel verfolgt die Politik. Doch was ist, wenn die Inflation anrückt, das Wachstum sich aber partout nicht herbeiführen lässt? Diesem Szenario sieht sich derzeit Japan ausgesetzt.

Die Inflation erreicht allmählich selbst das Land der aufgehenden Sonne. Allerdings anders als von der japanischen Notenbank gewünscht. Die Großhandelspreise – also die Preise von Gütern, die zwischen Unternehmen gehandelt werden – stiegen im Juli um 5,6% im Vergleich zum Vorjahr an. Ursache dafür sind hauptsächlich gestiegene Rohstoffpreise. Der schwächer gewordene Yen verstärkt den Effekt der importierten Inflation. 

Ob sich das nennenswert auf die japanischen Verbraucherpreise niederschlagen wird, darf aber wiederum bezweifelt werden. Vor allem der private Konsum nimmt nur mühsam Fahrt auf. Trotz sprudelnder Liquidität und grünen Kreditgeschenken (vgl. FD vom 6.8.2021) gelingt es in Japan nach wie vor nicht, auf einen nennenswerten Wachstumspfad zu kommen. Das zeigt sich auch bei den Krediten. Laut der Bank of Japan nahm die Kreditvergabe der japanischen Banken im Juli nur um 1% im Jahresvergleich 2020/2021 zu. Das ist der geringste Anstieg seit neun Jahren.

Steigende Rohstoffpreise bei schwachem Konsum drücken auf die Margen

Steigende Preise bei schwachem Konsum werden auf die Margen japanischer Unternehmen drücken. Die Sorge besteht, dass aus dem Abwärtsdruck eine handfeste Wirtschaftskrise erwachsen könnte. Lediglich die Auslandsnachfrage ist ein Konjunkturtreiber für Japans Exportwirtschaft. Doch das ist nur ein schwacher Trost. Denn während die Exportpreise im Juli im Jahresvergleich um 11,2% gestiegen sind, sind die Importpreise um 27,9% hochgeschnellt. Der Chef-Ökonom der japanischen Investmentbank Mizuho Securities Shunsuke Kobayashi fasst die Situation treffend zusammen: "Die japanische Wirtschaft ist noch weit von einer selbsttragenden Erholung entfernt."

Währungsgewinne beim Yen sind vor diesem Hintergrund für langfristige Anleger vorerst nicht zu erwarten. Im Gegenteil bieten sich angesichts von Tapering-Andeutungen der US-Notenbank Fed und der erfolgten Bewilligung des US-Infrastrukturprogramms weitere Spekulationen auf einen starken US-Dollar zum Yen an. Ein Rücksetzer am Mittwoch von 110,8 auf 110,4 bietet dafür ein gutes Einstiegsniveau.

Fazit: In Japan wächst die Angst, dass auf die Pandemie eine handfeste Wirtschaftskrise folgt.

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